Masuhr, der vor allem mit dem Fahrrad unterwegs ist und der seit zehn Jahren für die Kirchengemeinde Lichterfelde geführte Wanderungen anbietet, hatte dafür einige Partner und Behörden zu überzeugen. Unter anderem hatte er vom Kreiswegewart 40 Seiten Vorschriften erhalten. Seinen Erfolg kann er in der kommenden Woche feiern: Einen acht Kilometer langen Teil der insgesamt 13 Kilometer langen Wegstrecke von Buckow über Blütenberg und Margaretenhof zurück zum Ausgangspunkt eröffnen Masuhr und seine Mitstreiter am 25. Oktober als "Schöpfungspfad".
"Natur und Schöpfung gehören zusammen", sagt der Lichterfelder überzeugt. Die Idee hinter dem Themenpfad: Wanderer sind eingeladen, sich beim Innehalten an acht Wegetafeln zugleich im Spiegel der biblischen Schöpfungsgeschichte "eine kleine Wanderung zum eigenen Ich" zu unternehmen, aber auch handfeste Informationen zu ihrem Haltepunkt mitzunehmen.
Die Texte auf der Vorderseite der Tafeln stammen vom Finowfurter Pfarrer Ulf Haberkorn. Für die naturwissenschaftlichen Beiträge auf der Rückseite hat Karl-Heinz Masuhr Experten aus der Region gewonnen. So stellt Haberkorn am sogenannten Bültenpfuhl etwa Überlegungen zum Thema "Wasser und Lebendigkeit" an, während der Geologe Norbert Schlaak aus Altenhof von Torf- und Eiszeitgeschichten berichtet, die eine Bohrung vom zugefrorenen Pfuhl freigelegt hat.
In dieser Woche hat die Initiative um Karl-Heinz Masuhr die Tafeln angebracht. Startpunkt für die erste Wanderung auf dem Schöpfungspfad ist dann am Sonnabend nächster Woche um 10 Uhr der Parkplatz an der Landfleischerei in Buckow. "Wir laden alle herzlich zur gemeinsamen Wanderung ein", sagt Masuhr.