Aber die Befürworter eines von ihnen als "Barnimer Handelsstraße" bezeichneten Lückenschlusses zwischen Oberbarnim und Niederbarnim denken nicht ans Aufgeben. "Mit dem Ausbau der bestehenden, nicht fertiggestellten Straßenverbindung werden richtungsweisende Zukunftsentscheidungen für die Vernetzung der Regionen im Landkreis Barnim getroffen", widerspricht der Finower Unternehmer Dietmar Ortel vehement der Botschaft der verkehrsplanerischen Untersuchung. Und der auf dem Flugplatz Finow ansässige Unternehmer Holger Kalinka verweist darauf, dass eine bessere Anbindung des Gewerbegebietes unverzichtbar sei. "Es darf nicht sein, dass Umweltgesetze die Demokratie aushebeln", betont er. Beide setzen darauf, dass ihre Petition mit mehr als 200 Unterschriften pro Barnimer Handelsstraße bei Politik und Verwaltung in Eberswalde doch noch wirkt.
Hingegen sehen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Telekomstraße durch das Ergebnis der verkehrsplanerischen Untersuchung "vollkommen und umfassend" bestätigt. "Den angeblichen wirtschaftlichen Vorteil, den die Verbindung von Finow mit Biesenthal haben soll, wie es die Befürworter als Hauptargument anführten, konnte sich einem ohnehin nie richtig erschließen. Nun ist auch dies untermauert, denn die Biesenthaler Bürger orientieren mehr nach Bernau als nach Finow", hebt Alexa Reimann als Sprecherin der Bürgerinitiative hervor. Dass die Kosten eines Ausbaus hoch sein würden, hätten alle geahnt. "Dass sie so enorm sind, war dann doch erstaunlich", teilt Alexa Reimann mit.
Das sich aus allen Daten der Untersuchung ergebene Fazit heiße: Radweg. "Und dies ist auch das Einzige, was noch fehlt, sinnvoll und machbar ist."