Betriebsrat und Geschäftsführung von Thyssenkrupp Rothe Erde befinden sich weiterhin im Dialog. Das wertet der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Andreas Traut als positiv. Der Konzern prüft die Schließung seines Standortes in Eberswalde, an dem rund 80 Arbeiter beschäftigt sind. Der Betriebsrat möchte das abwenden und erhält unter anderem Unterstützung von der IG Metall.

Gesprächstermin war ausgefallen

Eine in der zurückliegenden Woche geplante nächste Runde mit der Geschäftsführung musste verschoben werden. Schon am Freitag, den 13. November, sollen die Gespräche in Eberswalde nachgeholt werden. Im Oktober musste die Geschäftsführung dafür durch einen Spalier der Beschäftigten am Werk. Zeichen des Protestes gegen eine mögliche Schließung ist auch die Projektion, die seit kurzem abends an einer Hauswand in der Eberswalder Straße stadteinwärts erscheint. „!Keine Schließung! Thyssenkrupp Rothe Erde gehört zu Eberswalde. Wir leisten Widerstand!“ und das Logo der IG Metall sind großflächig zu sehen.

Unterstützung der Stadt

Unterstützung gibt es auch aus dem Rathaus. Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski hatte den Stadtverordneten einen Brief zur Kenntnis gegeben, in dem er sich an Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) wendet. Der Minister möge der Unternehmensführung in Gesprächen Aussichten und Fördermöglichkeiten für einen Verbleib der Produktion in Eberswalde aufzeigen, wird im Schreiben appelliert. Sechs der neun Stadtfraktionen bringen ihr Unverständnis über eine mögliche Schließung in einer Resolution zum Ausdruck.

Nach Flächentarifvertrag bezahlt

Auch wenn die Chancen der Arbeiter, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, aufgrund ihrer Qualifikation vielleicht gut seien, würde ein Ende bei Thyssenkrupp deutliche Einbußen bedeuten, erläuterte Andreas Traut vom Betriebsrat auf Nachfrage der MOZ. Im Unternehmen werde nach Flächentarifvertrag der IG Metall bezahlt.