Schorfheides Bürgermeister Uwe Schoknecht ist zwar schon von Amts wegen Lokalpatriot. "Doch mein Glückwunsch an den neuen Kreismeister kommt trotzdem von ganzem Herzen", sagte das Gemeindeoberhaupt bei der Übergabe der vom Kreissportbund Barnim gestifteten Pokale an die Adresse von Slow Motion, das in Eberswalde zu Hause ist. Im Endspiel hatten Arvid Petermann, Tino Schulz, Toni Andreß und Marc Schinkel dem Vorjahressieger Zaunanlagen Bach aus Finowfurt mit 11:3-Punkten nicht die Spur einer Chance gelassen. Dass auch ein zweiter Platz berechtigt zu Freude Anlass gibt, zeigten Peter Glinga, Hartmut Senften, Christian Zippel und Dennis Zabel deutlich.
Zuvor hatte sich die Mannschaft der Technischen Werke Eberswalde, bestehend aus Peter Bartz, Jörg Dremel, Kai Kurpiun und Peter Simmen, bei ihrer ersten Turnier-Teilnahme im Spiel um den dritten Platz mit 8:6 gegen die Zonenboys aus Eberswalde durchgesetzt.
Auf dem Marktplatz in Finowfurt waren ohnehin nur Gewinner angetreten: Für das Finale hatten sich in zwei Vorausscheiden in Eberswalde und je einem in Bernau und Finowfurt jeweils drei Mannschaften qualifiziert. Neben den vieren, die es schließlich in die Endrunde schafften, waren dabei: die Koeppe-Stöcker, Familie Rengert, Bauaufzüge Bent Lehmann, Inside Intermedia Bernau, Gesterngingsnoch aus Finowfurt, Team EJB und Tellus aus Eberswalde.
Sie alle haben einem Sport gefrönt, den im Barnim kaum jemand kannte, bevor der veranstaltende Verein Partner für Gesundheit damit begann, das Werfen von Eisstöcken, die wie Kegel aussehen, in Richtung einer Scheibe, die Daube genannt wird, populär zu machen. "Noch ist das Eisstockschießen lange kein Selbstläufer. Anders als der Stadtlauf, den wir ja auch organisieren", verriet René Hoffmann, Vorsitzender des Vereins, und Moderator des Finales.
In dem Wettkampf geht es darum, den Eisstock so nahe wie möglich an der Daube zu platzieren. Und dies auf Kunsteis und mit dem Risiko, das der Gegner den eigenen Eisstock noch ins Nirgendwo befördert. "Da ist vor allem Augenmaß gefragt", erklärt der Finowfurter, der in Eberswalde als Augenoptiker erfolgreich ist. 15 000 Euro, schätzt René Hoffmann, wird die Turnierserie gekostetet haben. Die teilnehmenden Mannschaften zahlen je 50 Euro. "Der Barnimer Eisstock-Cup wäre ohne Sponsoren nicht machbar", sagte er.
An der Bande stand auch Horst Schaefer, der Geschäftsführer der Technischen Werke Eberswalde. "Ich bin Bestandteil der Fangemeinde", erklärte er. Und feuerte seine Mannschaft an.
Ganz ohne eigenen Favoriten hatte Angelique Buti (10) aus Finowfurt ihren Spaß beim Zuschauen. "Ich finde es lustig, wie oft die Kegel am Ziel vorbeischießen", berichtete die Kleine.
Den Part des Wettkampfgerichtes beim Endausscheid um den Eisstock-Cup übernahmen Geschäftsführer Ron Jordan, Claudia Villain und Kerstin Radicke vom Kreissportbund Barnim.