Die künstlerische Leitung lag in den Händen der  Keramikerin Rena Müller-Kaden aus Breslack. Als Vorlage wurden am Anfang Fotografien von allen Teilnehmern angefertigt. Nach der Übertragung auf Tonplatten konnten die Gesichter modelliert und anschließend mit farbigen Engoben bemalt werden. Zeitgleich entstanden Reliefs mit ornamentalen Zitaten aus dem Stadtbild und den jeweiligen Heimatländer der teilnehmenden Frauen. Zum Abschluss wurde auf alle Flachreliefs eine transparente Glasur aufgetragen. Diese bringt die Farben zum Leuchten. Ziel war es, den anderen genau zu betrachten und über das für das Modellieren notwendige Anschauen kennenzulernen. Dabei waren die Fertigkeiten, die die Teilnehmer mitbrachten ganz verschieden.
Vor einigen Tagen nun fand das Projekt sein Finale mit der Eröffnung der Ausstellung. Entstanden sind 35 keramische Porträts und dazu ornamentale Reliefs. Aufgeklebt auf blaue Holzplatten, ergeben sie ein langes Bild, der Blick wandert über eine Reihe von Bewohnern dieser Stadt und ihre ausdrucksvollen Porträts.
"Der Wunsch, einen Platz im öffentlichen Raum dafür zu finden, konnte bisher nicht realisiert werden", weiß Rainer Bublak, der sich begeistert von dem Kunstprojekt zeigt. "Die Damen aus dem Keramikverein ehrt, dass sie eine solche tolle Arbeit geleistet haben und den Projektgedanken – nämlich die Verständigung mit hier angekommenen Menschen aus ganz anderen Kulturen herbeizuführen und Integration voranzutreiben – aufgegriffen und mit Leben erfüllt zu haben", betont er.
Am Ende des Projekts, das vom Bündnis für Brandenburg gefördert wurde, konnte der Keramikverein neue Kursteilnehmerinnen gewinnen. Zwei syrische Frauen werden nun dabei sein.