Wenn kleine Kinder eine Stunde lang vor der Bühne ausharren, gespannt dem Geschehen auf der Bühne folgen, laut mitsingen und mitrufen, gar nicht daran denken, aufzustehen und loszugehen, und beim Schlusslied fröhlich mitklatschen, dann können sich die Akteure auf der Bühne sicher sein: Sie haben alles richtig gemacht. Wobei ihnen das mit dem Richtigmachen auch nicht allzu schwer fallen dürfte, faszinieren sie mit ihren Puppen doch bereits in der vierten Generation die Kinder. Und so überrascht es auch nicht, dass sich vor der Bühne nicht nur Mädchen und Jungen im Sandmännchen-Alter, sondern auch manch Jugendliche und auffallend viele Erwachsene versammeln. Etwas mehr als 300 kleine und große Fans von Pittiplatsch und seinen Freunden aus dem Märchenland sind es, die der Einladung des City-Centers gefolgt sind. Einige kleine Besucher haben ihre ganz persönlichen Pittis und Schnattchens aus Plüsch dabei. Und viele der Eltern, Großeltern und der anderen erwachsenen Fans bekommen leuchtende Augen, als Barbara Augustin und ihr Musiker Helmut Frommhold die Gäste singend begrüßen mit dem Lied „Wir kommen aus dem Märchenland“, dessen Melodie sie noch gut von Meister Nadelöhr in Erinnerung haben. Und sie singen lächelnd mit, als Herr Fuchs sein bekanntes Lied „Herr Fuchs geht durch den Wald“ anstimmt.  
Pittiplatsch im City-Center

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Sie war groß, die Familie der Märchenwald-Bewohner des DDR-Fernsehens. Die Kinder von heute kennen einige Mitglieder gar nicht mehr. Aber Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi lieben sie genauso wie einst ihre Eltern das taten. Das ist am Freitag deutlich spür- und hörbar. Diese drei kommen genauso mit dem Sandmännchen zu ihnen nach Hause wie Herr Fuchs und Frau Elster. In Eisenhüttenstadt sind außerdem noch Mauz und Hoppel dabei. Alles Originalpuppen von einst. Und Mischka-Bär. Letzterer ist schon in der DDR von Barbara Augustin gespielt und gesprochen worden, genauso wie zeitweise das Schnattchen. Die Berlinerin moderiert das Programm und singt mit den Kindern. Hinter der Bühne ist Martin Karl ihr Partner. Der Schauspieler gibt Pitti, Herrn Fuchs, Moppi und Frau Elster Leben und Stimme. „Wir war’n in Eisenhüttenstadt und müssen leider gehn“, singen die Märchenlandbewohner zum Schluss. „Wir waren gern bei euch zu Gast. Lebt wohl, auf Wiedersehn!“ Ein Wiedersehen – das wünschen sich auch ihre Zuschauer im City-Center.
Centermanager Ingo Walter ist mit dem bisherigen Verlauf der Festwoche durchaus zufrieden. „Die Lasershow am Dienstag war sehr gut besucht“, sagt er am Freitagnachmittag. Überhaupt sei der Fest-Dienstag, an dem das Einkaufszentrum bis 22 Uhr geöffnet war, besonders gut angenommen worden: „Von unseren Mietern gab es sehr zufriedene Stimmen zum Umsatz an diesem Tag. Und nach 21 Uhr hatten wir immer noch zwischen 400 und 500 Leute im Haus.“ Das Festprogramm sei absichtlich so gestaltet worden, dass vom Kleinkind bis zum Senior alle Altersgruppen angesprochen wurden. „Wir haben in dieser Woche ein Programm für Jung und Alt, von Pittiplatsch bis zu Eberhard Hertel“, erklärt Ingo Walter. „Das war eine gute Entscheidung.“ Zum Finale der Festwoche an diesem Sonnabend können sich die jüngeren Besucher um 14 Uhr auf das Kinderprogramm „Der blaue Hans“ und alle Schlagerfreunde um 15 Uhr auf das Abschlusskonzert der Gruppe Wind („Für alle“, „Lass die Sonne in dein Herz“) mit anschließender Autogrammstunde freuen.