Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Covid-19-Infektionen im Landkreis Oder-Spree hat sich im Laufe Wochenendes weiter erhöht. Kumuliert liegt die Zahl der registrierten positiven Fälle am Sonntag bei 712. Aktuell gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung 276 aktive Fälle. Bisher gelten 426 Personen als geheilt, aber es sind im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus auch zehn Todesfälle zu beklagen. Vier davon hat es seit dem Frühjahr im Krankenhaus Eisenhüttenstadt gegeben. Für 849 Personen hat das Gesundheitsamt Quarantäne angeordnet.

Wert liegt bei 101,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner, liegt in Oder-Spree aktuell bei 101,2. Ein Wert, den erste Kommunen in Süddeutschland beispielsweise bereits im Oktober erreicht hatten.
In der bislang letzten Aufschlüsselung der Corona-Daten nach Orten im Landkreis Oder-Spree vom 5. November gab es zu diesem Zeitpunkt in Eisenhüttenstadt insgesamt 69 nachgewiesene Corona-Fälle, 34 davon seien genesen. Für das Amt Neuzelle sind 10 Fälle insgesamt vermerkt, davon seien 9 genesen.

Aufschlüsselung nach Orten

Im Amt Brieskow-Finkenheerd steht eine 27 bei allen nachgewiesenen Infektionen zu Buche. 20 Personen seien genesen. Und im Amt Schlaubetal hat es bereits 33 bestätigte Infektionen und 24 wieder genesene Patienten gegeben. Spitzenreiter im Landkreis ist Fürstenwalde mit 164 kumulierten Fällen, wovon 89 wieder genesen seien. Eisenhüttenstadt ist mit seinen 69 Fällen auf einem traurigen zweiten Rang.
Weitere Einschränkungen ergeben sich durch den Inzidenzwert in Oder-Spree erst einmal nicht. Es gelte weiterhin die aktuelle Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus. Der Landkreis hat zudem eine E-Mail-Adresse reaktiviert, die bereits während der ersten Welle aktiv war.

Taskforce-Adresse reaktiviert

Das Gesundheitsamt kann nun auch alternativ per E-Mail unter: taskforce-corona@l-os.de kontaktiert werden. Das sei auch eine Reaktion auf die oft überlastete Hotline. Am Sonntag war diese Hotline mit insgesamt vier Mitarbeitern besetzt, die etliche Anfragen, aber auch konkrete Hinweise zum Infektionsgeschehen erhalten haben.

Eisenhüttenstadt/Beeskow

Neues Corona-Testzentrum in Beeskow geplant

Weil die Anzahl der täglichen Tests immer weiter zunimmt, will der Landkreis Oder-Spree bald zusätzlich zu dem vom der Kassenärztlichen Vereinigung betriebenen Corona-Testzentrum in Fürstenwalde ein weiteres eigenes in Beeskow aufbauen. Wie der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ricardo Saldana-Handreck mitteilte, seien die Labore stark ausgelastet und es dauere drei bis vier Tage, bevor ein Testergebnis vorliege, so der Behördenleiter.
Im jüngsten Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Migration des Landkreises wurden von den Ausschussmitgliedern alternative Standortvarianten für ein oder gar zwei neue Testzentren vorgebracht. Angesichts der Bevölkerungs- und Fallzahlen sei beispielsweise der Standort in Eisenhüttenstadt günstiger als Beeskow, hieß es da. Auch Schöneiche würde sich anbieten, da das Testzentrum dort während des ersten Lockdowns sehr gute Arbeit geleistet hatte, betonte unter anderen auch die Ausschussvorsitzende Rita-Sybille Heinrich (Die Linke). Eine Entscheidung steht noch aus.
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