Die Lage im städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt ist nach wie vor angespannt. Derzeit werden 38 Patienten behandelt, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, drei davon müssen beatmet werden. „Aber es findet ein beständiger Wechsel statt“, sagt Till Frohne, Geschäftsführer des Krankenhauses. Als Beispiel nennt er einen Tag, wo am Morgen 31 Patienten mit dem Virus im Krankenhaus lagen, am Abend waren es schon 40. Zwei Patienten sind über die Feiertage in Verbindung mit dem Corona-Virus verstorben.

Lage ist beherrschbar

Die Lage sei momentan beherrschbar, weil Mitarbeiter aus der Quarantäne zurückkehren. Kritisch dürften, was die Personalbesetzung anlangt, die Tage um den Jahreswechsel werden. Auch der Rettungsdienst sei derzeit äußerst belastet. An den Feiertagen gab es auch in der Notaufnahme eine hohe Frequenz. Es seien viele gekommen, die gesagt hätten, dass sie die Nummer des notärztlichen Bereitschaftsdienstes nicht erreicht hätten bzw. dort nicht durchgekommen seien.
Verlegungen von Corona-Patienten nach Berlin, wie es in der vergangenen Woche erforderlich war, um Entlastung zu schaffen, ist derzeit nicht vorgesehen und auch nicht geplant. Vielmehr wurde jüngst ein Patient aus dem Amt Scharmützelsee eingeliefert.

Krankenhaus hat einen Rahmenvertrag

Derweil wurde dem Krankenhaus die Impftermine mitgeteilt. „Wir gehen davon aus, dass wir ab dem 12. Januar impfen können“, sagt Till Frohne. Geimpft gegen das Corona-Virus werden die rund 700 Mitarbeiter, die zum Krankenhaus und dessen Tochtergesellschaften gehören. Die Impfungen werden von Ärzten des Krankenhauses vorgenommen. Darüber hinaus gehende Impfungen zum Beispiel bei anderen Einrichtungen nimmt das Krankenhaus nicht vor. „Wir haben einen Rahmenvertrag mit dem Land“, so Till Frohne. Der beinhaltet, dass nur die Mitarbeiter des Konzerns durchgeimpft werden.

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