Rund 48 Treppelner Familien wurden am Sonnabend mit einem Ständchen und einem Tänzchen beglückt. Eier, Schinken, Gurken und viele andere Leckereien wanderten in die nur anfangs leeren Körbe. Und auch so mancher finanzielle Obolus für die Getränke, wie Daniel Piede verriet, war dabei.
Doch die Mühen dieses Tages werden erst in der kommenden Woche belohnt, wenn Kreschke angesagt ist - natürlich für alle Dorfbewohner und die Zampertruppe nebst Kapelle. Die Schlaubetaler Dorfmusikanten waren nämlich ein stimmungsvoller Begleiter. "Für mich ist Zampern immer wieder ein Riesenspaß und ich denke für alle, die mitgehen auch", sagte Ronny Gander, der für diese Worte eifriges Nicken erntete. Doch zum Erzählen blieb nicht viel Zeit. Denn schon ging es weiter zum nächsten Haus. Belegte Brote und ein Tablett mit Likör hielten Roxana und Jens Skoda bereit. Und die Zamperer griffen fröhlich zu. Dann wurde noch ein Tänzchen gewagt und schon zog der Tross der Kostümierten weiter. Bis zum Abend wollte man fertig sein mit der Runde, deren Rituale sich an jedem Haus wiederholten.
In den letzten Jahren vom Heimatverein organisiert, hat das Zampern in Treppeln schon eine über hundertjährige Tradition, deren Höhepunkt in diesem Jahr am vergangenen Wochenende stattfand. Mit der Kreschke ist dann die Fastnachtszeit 2017 im Ort vorbei. Davor haben aber am 28. Januar, 15 Uhr, noch die Kinder ihren ganz eigenen Fasching.
Auch in Rießen war es am Sonnabend längst nicht so leise wie sonst. Superman und seine Freunde düsten von einem Grundstück zum nächsten und verbreiteten gute Laune. Am Ortseingangsschild wurden Autofahrer gleich auf die Zampergesellschaft hingewiesen.