Das kam einem aufmerksamen Bürger dann doch komisch vor: ein Teleskop-Radlader am Sonntagabend gegen 21 Uhr von Göhlen (Amt Neuzelle) auf dem Weg Richtung Grenze nach Polen. Er benachrichtigte die Polizei.
Die machte sich sofort auf den Weg. Sollte es sich um ein Diebstahl handeln, war Eile geboten. Der Radlader hätte kaum mehr als zehn Kilometer zu bewältigen gehabt, um bei Coschen die Grenze zu überqueren. Das Ziel allerdings erreichte der bislang unbekannte Fahrer nicht mehr.
Aus bisher ungeklärter Ursache, so berichtete es Stefan Möhwald von der Polizeidirektion Ost am Montagmorgen (25. Juli), verließ der sich auf der Landesstraße L45 Richtung Bomsdorf unterwegs befindliche Fahrer mit dem Radlader die Straße. Er fuhr eine Böschung hinunter, setzte seinen Weg über ein Feld fort und ließ das Gefährt schließlich in einem Wald nahe einem See stehen. Dort fand die Polizei den Radlader. Mittlerweile ist das 13 Tonnen wiegende Gefährt geborgen worden.

Fahndung per Hubschrauber erfolglos

Ob der Fahrer sich bereits verfolgt fühlte und deshalb den ungewöhnlichen Weg nahm, muss noch ermittelt werden. Eine Nahbereichsfahndung und der Einsatz eines Hubschraubers brachte keinen Erfolg. Dem Mann gelang die Flucht. Bekannt ist mittlerweile, dass der Teleskop-Radlader einer Verleihfirma in Cottbus gehört.
Übrigens: Unter 30.000 Euro ist ein solcher Radlader auf dem Markt kaum zu bekommen.