Unter den Kunstwerken, die SFB und ORB einst zu Dekorationszwecken gekauft hatten oder, um direkt Künstler zu unterstützen, befinden sich laut Großkopff sowohl einfache Drucke als auch wertvolle Gemälde. Er hat sich alle 350 bis 400 Bilder angeschaut und etwa 90 ausgesucht, die nun zur offiziellen Kunstsammlung des fusionierten Rundfunksenders gehören. „Die Highlights davon sind in Eisenhüttenstadt zu sehen“, betont Großkopff. Hier ein Beton-Dschungel aus der Großstadt, da ein idyllischer See, dort expressiv und von starker Farbigkeit, dann eher sanft und meditativ oder fast schon abstrakt. Immer aber handelt es sich um Motive aus Berlin und Brandenburg von 17 Künstlern aus Ost und West – darunter beispielsweise Ulla Walter, Harald Metzkes und Carla Fioravanti. „Hier trifft man auf Kunstgeschichte der letzten 50 Jahre mit ganz verschiedenen Techniken und Stilen“, sagt der Kunstbeauftragte. Deshalb hofft er auf eine große Resonanz – auch von Schulklassen oder Kunstkursen.
Sogar zwei Bilder des Eisenhüttenstädter Künstlers Karl-Heinz-Scharf gehören seit kurzem zur Sammlung und gehen nun mit der Ausstellung auf Reisen durch Brandenburg. „Wir haben aber keine neuen Gebührengelder für die Sammlung ausgegeben“, versichert Rudolf Großkopff. Und dass Geld überall fehle, das höre er auch immer wieder von seiner Frau. Die muss es wissen. Schließlich handelt es sich um rbb-Intendantin Dagmar Reim.
Die Ausstellung, die bis zum 6. Juni zu sehen ist, wird am Sonnabend um 11 Uhr in der Galerie des Museums eröffnet.
Städtisches Museum, Löwenstr. 4, Tel. 03364 2146