Der Kfz-Zulassungsdienst im Busbahnhof ist Teil der Einbruchsserie geworden, die die Eisenhüttenstädter Innenstadt seit anderthalb Wochen in Atem hält. „Die Kasse ist leer“, bestätigt Jana Braun, die am Dienstagmorgen vergangener Woche ihr blaues Wunder erlebte.
Insgesamt 327 Euro wurden entwendet, nachdem die Diebe durch ein aufgehebeltes Fenster einstiegen – reines Pech, wie sich später herausstellte. Denn normalerweise werde abends die Kasse geleert. Doch ausgerechnet an diesem Tag sei dies aus Fahrlässigkeit nicht geschehen. Das nutzen die Diebe aus. „Sie haben sogar die Centstücke und die Kaffeekasse mitgenommen“, ist die 49-Jährige ernüchtert. Als sie zur Arbeit kam, fand sie nicht nur die leere Kasse vor. „Die Türen standen sperrangelweit offen, alles wurde durchwühlt.“ Glücklicherweise wurden jedoch keine wichtigen Unterlagen aus der Kfz-Zulassungsstelle entwendet. „Sonst wäre der Schaden noch viel höher ausgefallen“, ist sich Jana Braun, die ihr Geschäft zunächst in der Glashüttenstraße hatte, sicher.
In ihren 23 Jahren beim Zulassungsdienst sei das der erste Vorfall gewesen. Eine Alarmanlage hat die Selbstständige deshalb nicht. „Ich habe einfach nicht damit gerechnet.“ Seit vergangenen Montag wurde eine Reihe von Geschäften und Büros in der Lindenallee und Umgebung Opfer der Einbruchsserie. Nachdem die Täter in der Nacht vom 25. zum 26. März bei einem asiatischen Bistro und dem Textilladen nebenan scheiterten, stiegen die Unbekannten in der nächsten Nacht in die Landbäckerei Meyer, einen Reformladen und in zwei Büros im selben Gebäude ein. Auch die „Back-Hütte“ gegenüber wurde in derselben Nacht Ziel des Einbruchs. Über das verlängerte Wochenende wurden das Kino in der Werkstraße und ein Möbelgeschäft in der Lindenallee Ziel von Langfingern, wurden jedoch vom Alarm des Zweiteren abgeschreckt. Das macht unter dem Strich sieben Gewerbe in neun Tagen.
„Ich bin gezwungen, mir eine Alarmanlage anzuschaffen“, sagt Braun. Sie wolle nicht, dass sich der Vorfall wiederhole. Der Schaden der Einbruchsserie beläuft sich auf mehrere Tausend Euro, die Täter sind nach wie vor unbekannt.