Dafür sind sie zwei Tage lang von Medizinstudenten der Berliner Charité und einem jungen Krankenpfleger ausgebildet worden. Die jungen Leute engagieren sich alle im Frankfurter Verein Pépinière, der vor zwei Jahren auf Initiative des Frankfurter Medizinstudenten Philipp Humbsch hin gegründet worden war. Im Rahmen ihres Projektes „Jeder kann ein Held sein“ gehen die angehenden Mediziner in Grundschulen und führen dort ehrenamtlich kindgerechte Erste-Hilfe-Schulungen durch. Mit den Ziltendorfer Erst- bis Sechstklässlern haben sie in diesem Jahr bereits 1000 Kinder ausgebildet.
„Die jungen Leute haben das wirklich ganz toll gemacht“, sagt Schulleiterin Cordelia Becker. Zu Schuljahresbeginn habe sie auf der MOZ-Kinderseite „Kruschel“ von dem Projekt erfahren und sich sofort beworben. Ein Termin war noch frei, den hat sie sich sofort gesichert. Untergebracht wurden die jungen Ausbilder in Bungalows, die der Sportverein Blau-Weiß Ziltendorf kostenlos zur Verfügung stellte. „Normalerweise übernachten sie in den Schulen, aber das geht bei uns derzeit wegen der Bauarbeiten nicht“, erklärt die Schulleiterin. Die Lehrer bereiteten jeden Morgen ein Frühstück für die Jungmediziner zu. Die Dussmann GmbH in Frankfurt spendierte ihnen drei Tage lang das Mittagessen. Und am Mittwoch kamen Daniel Hinz und Axel Borchert von der Freiwilligen Feuerwehr Ziltedorf mit einem Einsatzfahrzeug in die Schule. All diesen Helfern und Unterstützern dankt Cordelia Becker auf diesem Weg. „Die Schüler haben Wichtiges fürs Leben gelernt und hatten Spaß dabei“, freut sie sich.(gro)