Nudeln mit Tomatensoße gehen immer, auch Quark und Kartoffeln sind beliebt, genau wie Gulasch und Kartoffelbrei. Aber auch Fisch, Wurst und verschiedenste Gemüsesorten stehen auf dem Speiseplan für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen. Das Angebot ist breit gefächert und offensichtlich sehr gut. In Eisenhüttenstadt gibt es jedenfalls keine Klagen über die Qualität des Mittagstisches - obwohl in den städtischen Betreuungseinrichtungen nicht selbst gekocht wird.
Das Essen wird täglich frisch geliefert - es kommt auf Rädern beispielsweise aus Strausberg oder Frankfurt (Oder). Die sieben kommunalen Kindertagesstätten werden von zwei Anbietern versorgt: Drei Einrichtungen bekommen ihr Essen von Sodexo, vier von Dussmann. Beide Unternehmen zusammen haben im Vorjahr 92490 Portionen in Eisenhüttenstädter Kitas gebracht. Sogar spezielles Allergiker-Essen ist dabei.
Bei den fünf Grundschulen sind Top Catering und ebenfalls Dussmann verantwortlich, wobei letztere Firma allein vier Schulen versorgt. Die Entscheidung, welcher Anbieter die Zusage erhält, hat laut Katrin Fiegen, Fachbereichsleiterin für Familie und Schule, die Schulkonferenz. Das heißt, Eltern und Schüler haben ein Wörtchen mitzureden. Alle vier Jahre werden die Leistungen neu ausgeschrieben. 2015 ist es wieder soweit. Wobei einige Schulen ihren bisherigen Anbieter stets behalten haben, erklärt die Fachbereichsleiterin. Ein Zeichen von Zufriedenheit. Bei den Kindertagesstätten sind die Verträge seit 2003 beziehungsweise 2006 unbefristet. Dennoch will die Stadtverwaltung auf freiwilliger Basis auch hier eine neue Ausschreibung starten - wohlwissend, dass es gar nicht so viele Anbieter in unserer Region gibt.
"Die Standards für Kita- und Schulessen sind sehr hoch", betont Katrin Fiegen. Deshalb gibt es beispielsweise in den Kitas auch tägliche Qualitätsüberprüfungen. Die Erzieherinnen benoten das Essen nach bestimmten Kriterien. Da geht es dann um Portionsgröße, Geschmack, Zusammenstellung, Temperatur.
"Wenn wir Hinweise bekommen, dass es mit dem Essen Probleme gibt, kümmern wir uns," versichert die Fachbereichsleiterin. Und wenn es nur der Wunsch sei, das Essen möge noch abwechslungsreicher sein. Dann werde Kontakt mit dem Anbieter aufgenommen. So gab es beispielsweise erst im Juni diesen Jahres eine Befragung zum Essen in der Kita Spatzenhaus. Etwa 140 Portionen werden dort täglich ausgegeben. Lediglich 22 Mütter oder Väter haben letztlich Anmerkungen gemacht - allgemeine Unzufriedenheit sieht anders aus. Und dass die Eltern das Essen sehr wohl schätzen, belegt auch der Fakt, dass einige das Mittag im Spatzenhaus abholen, wenn das Kind ein paar Tage krank und Zuhause ist.
"Wir sind zufrieden mit dem Essen", betont Katrin Fiegen und spricht sowohl über Kitas als auch Grundschulen. Vor allem die Erzieher in den Horten hätten das Essen sehr gelobt, und immerhin würden 90 Prozent der Hortkinder am Mittagessen teilnehmen. Es sei ausreichend, es gebe viel Gemüse und ausreichend zu trinken, sagt sie.
Die Stadt beteiligt sich übrigens an der Finanzierung des Kita-Essens. 28150 Euro wurden allein 2013 bezahlt, damit der Preis des Mittagessens 1,50 Euro pro Portion nicht übersteigt. Ist das Kind in der Grundschule tragen die Eltern den Gesamtpreis, 2,30 Euro pro Portion, allein.