An diesem Wochenende feiert Wiesenau sein 650-jähriges Bestehen. Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Festprogramm mit Musik, Angeboten für Kinder und einem großen Festumzug.
Es ist gerade mal knapp eine Woche her, da hat die Gemeinde Mixdorf im Amt Schlaubetal ihren 650. Geburtstag groß gefeiert. Nun gibt es erneut das 650-jährige Bestehen eines Dorfes zu feiern, im benachbarten Amt Brieskow-Finkenheerd, konkret in Wiesenau. Also in jenem Dorf, das in seinem Wappen einen großen Krebs führt. Weil es in früheren Zeiten nämlich Krebsjauche hieß. Oder auch Krebisguche, Crebsjuche oder Crebisjuche, wie die Festschrift, die zum Jubiläum erarbeitet worden ist, verrät. Und der alte Name Krebsjauche findet sich auch im Festprogramm wieder: Am Sonntag um 15.30 Uhr wird die Sage von Krebsjauche öffentlich vorgetragen.
Zu dieser Zeit wird einer der Festhöhepunkte, der große Festumzug, bereits Geschichte sein. Dieser startet nämlich bereits am Sonnabend um 12 Uhr. Geplant drei Stunden haben die Besucher Zeit, sich den Umzug anzusehen. Start ist an der Dorfstraße in Richtung Kunitz-Loose. Gegen 15 Uhr werden die Umzügler dann am Sportplatz erwartet. Insgesamt 65 Schaubilder wird der Festumzug haben – sozusagen für jedes vergangene Jahrzehnt eines. Klar, dass ein solch großer Umzug nicht allein von den Wiesenauern gestaltet werden kann. Auch Bewohner benachbarter Dörfer laufen und fahren im Umzug mit und gratulieren so dem Ort Wiesenau zu dessen 650-jährigem Bestehen.
Im Dorf und drumherum wird seit Wochen intensiv für das Jubiläum, das zusammen mit der jährlichen Zeidelkirmes gefeiert wird, geworben. Die großen Banner am Rande der Bundesstraße B 112 sind nicht zu übersehen. Und inm gesamten Ort sind viele Grundstücke und Zufahrten mit bunten Wimpelketten und mit Plakaten geschmückt.
Treffpunkt für alle, die am Wochenende mitfeiern möchten, ist der Sportplatz an der Ortsdurchfahrt. Rund 200 Arbeitsstunden haben Mitglieder und Angehörige der SG Wiesenau 03 in den vergangenen Wochen investiert, um den Sportplatz herzurichten. Strom- und Wasseranschlüsse wurden installiert, es wurde gemalert und gemäht. Wenn die Feierlichkeiten am Freitag beginnen, werden noch etliche Stunden hinzugekommen sein.
Am Dienstag kümmerten sich beispielsweise Heike Haberkorn und Susanne Netzel um das Unkraut, während Florian Netzel und Mathias Käthner der Adler­skulptur am Eingang zum Sportplatzgelände mit Hammer und Stemmeisen zu Leibe rückten. Einige Fliesen waren vom Sockel abgefallen. Dieser wird zum Fest glattgeputzt. Später kommen auch wieder Fliesen ran.
Die Skulptur mit dem Adler erinnert an den verstorbenen langjährigen Vereinspräsidenten Axel Marggraf. Unter ihm war die SG Wiesenau 03 mit den Männern und den A-Junioren in die Landesklasse aufgestiegen und ohne sein Engagement gäbe es hier heute keinen Kunstrasen. Die Dorfbewohner hatten Geld gesammelt und die Figur vom Eisenhüttenstädter Steinmetz Dorn gekauft, denn ein Adler zierte einst viele Jahre lang das Wappen des Sportvereins.

Programm

Freitag

17 Uhr: Eröffnung

17.30 Uhr: Festgottesdienst

18 Uhr: Chor Cantates, danach Fassbieranstich

20.30 Uhr: „Big Fat Shakin“ – Rock ‘n‘ Roll und Rockabilly

21 Uhr: Tanzshow Fire&Flame

Sonnabend

11 Uhr: Wecken mit DJ Achim

12 Uhr: Start Festumzug

15.30 Uhr: Ansprache Bürgermeister

16 Uhr: Kinder- und Jugendcircus Fantadu

17 Uhr: Annemarie Menzel – Schlagershow

20 Uhr: Tanzabend mit der Band „Na Und“

22 Uhr: Feuerwerk

Sonntag

7 Uhr: Oderpokalangeln

10 Uhr: Nordic Walking

11 Uhr: Frühschoppen mit „Jochens Jungs“

11-18 Uhr: Hubschrauberrundflüge

13 Uhr: Siegerehrung Oderpokalangeln

13-17 Uhr: Clown Faxilus

15 Uhr: Programm Kita „Spatzennest“, anschließend Wahl der Bienenkönigin

15.30 Uhr: Sage von Krebsjauche

16 Uhr: Hans, die Geige

17 Uhr: Auslosung Tombola, anschließend steigen Luftballons in den Himmel