Das jüngste Flugzeug, die T28, traf zuerst auf dem Gelände ein. Dieses historische Modell wurde 1954 als Kampfflugzeug gebaut, erklärte Hans Huemer, Leiter der Flugzeugflotte von "The Flying Bulls" aus Österreich. Die beiden anderen Modelle, der B25 Mitchell und F4U Corsair, wurden hingegen schon 1945 als Bombenflugzeuge eingesetzt.
Der bayrische Pilot Hans Pallaske gab den Blick ins Cockpit der T28 frei. Zwar wurden die Flugzeuge alle bereits von Grund auf restauriert, sagte er, die alte Technik aber blieb erhalten. So sind es vor allem mechanische Schubhebel, die hier immer noch zum Einsatz kommen. "Gerade das macht den Reiz der alten Flieger aus. Man muss noch mit eigener Kraft fliegen", so der Pilot.
Kriegsflugzeuge mit Kraft
Anders als moderne Reihenzylinder, fahren diese Oldtimer noch mit Sternmotoren, erklärte Hans Pallaske weiter. Weshalb auch der Klang ein ganz anderer, ein viel schönerer, sei. "Man hört die Kraft regelrecht heraus", meinte er – und Kraft haben diese Kriegsflugzeuge in der Tat: Sie können eine Geschwindigkeit von etwa 380 km/h erreichen, erklärte Pallaskes Kollege Eric Goujon, der die Maschine Corsair navigierte. Zum Vergleich: Ein einfaches Segelflugzeug erreicht durchschnittliche 80 bis 100 km/h. "Wir könnten in einer Höhe von etwa 8000 Metern fliegen, aber das macht nicht so viel Spaß. Deshalb fliegen wir lieber auf Bodenhöhe, damit wir einen schönen Ausblick genießen können", erzählte der Pilot. Einen schönen Ausblick erhoffte sich das Flying Bulls-Team auch in Polen: Nach dem Tankstopp in Pohlitz ging es für die Piloten nach Kostrzyn weiter. Dort planten sie einen Kunstflug für die Gäste des Pol’and’Rock Festivals bevor sie nach Heringsdorf weiterflogen.
Peter Schwarz, Geschäftsführer des Flugplatzes, war trotz der knappen Zeit froh, dass solche historischen Flugzeuge einmal den Weg nach Pohlitz gefunden haben. "Solche Maschinen sieht man nicht alle Tage", sagt er. Auch die Besucher hatten Spaß an offenen Gesprächen mit den Piloten. Schade nur: für einen Probeflug blieb keine Zeit.