"Die Mannschaft war durch die Pokalrunde zuvor gewarnt. Daher ist das Ausscheiden umso schlimmer. Doch schimpfen hilft jetzt nichts mehr, am Sonnabend haben wir das Derby gegen Blau-Weiss Markendorf. Als zwei Klassen höher spielendes Team ist das Ausscheiden in erster Linie eine Einstellungsfrage, der Gegner ist ja in seiner Liga nicht mal Spitzenreiter", erklärt MSV-Trainer Dirk Herrgoß.
Dabei hatten die Gäste das Spiel zunächst kontrolliert. Nach zehn Minuten legte aber der Vierte der Kreisliga Nord seine abwartende Haltung ab und ging in der 27. Minute verdient durch einen  verwandelten Foulelfmeter durch Philip Wolf in Führung. "Das kann passieren. Ein Spieler war im Strafraum freigespielt und wir wussten uns nur durch ein Foul zu helfen. Der Elfmeter war verdient", urteilt Herrgoß. "Doch spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten die Spieler hellwach sein müssen. Das war leider nicht. Sie konnten den Schalter nicht mehr umlegen" So legten die Strausberger kurz vor der Pause durch Robin Miethke zum 2:0 nach (43.).
Selbst in Überzahl unterlegen
Als der MSV – bei dem lediglich der 18-jährige Jannik Krause fehlte – ab der 50. Minute in Überzahl spielte, schien vieles auf einen Favoritensieg hinzudeuten. Doch selbst dann reichte es in der 61. Minute durch Lukas Gräber nur noch zum Anschluss-Treffer. Die Gastgeber kämpften vor 116 Zuschauern aufopferungsvoll und erhöhten durch Miethke kurz vor Schluss sogar noch auf 3:1 (86.). Während nach dem Abpfiff der Jubel beim Außenseiter natürlich groß war, machte sich Frust bei den Schlaubetalern breit. "Wir sind fest davon ausgegangen, dass wir diese Hürde überspringen. Doch solche Überraschungen erlebt man ja auch im DFB-Pokal, wo ein Fünftligist auch mal einen Bundesligist rauswirft. Doch in erster Linie ist das eine Einstellungsfrage beim höherklassigen Team und das macht mich so ärgerlich", sagt Herrgoß.
Müllroser SV: Philipp Reschke – Oliver Seifert (61. Adolf Kampioni), Eric-Gordan Kirchhoff, René Franz, Elias Ponta – Lukas Gräber, Gordon Duran (30. Eric Sellin) – Felix Hackel (62. Peter-Felix Richter), Christopher Krüger, Philipp Schiller – Paul Herrmann