Grund für die etwas längeren Betriebszeiten ist eine etwas bessere Personallage. Gegenwärtig sind ihr zufolge vier Hebammen im Dienst.
Im Jahr 2019 blieb der Kreißsaal in Eisenhüttenstadt im letzten Quartal sogar mehrere Wochenenden geschlossen. Auch da mangelte es akut an Hebammen. Eine Hebamme muss bei einer Geburt anwesend sein, sie kann nicht durch einen Arzt ersetzt werden. Das kommunale Krankenhaus erwartet in den kommenden Monaten Unterstützung von Hebammen aus Osteuropa. Durch die Covid-19-Pandemie hat sich das alles verzögert.

Moderne Ausstattung bei Technik und Infrastruktur

Hebammen sind laut Krankenhaus-Geschäftsführer Till Frohne schwer zu bekommen, der Arbeitsmarkt sei wie leer gefegt. Da müsse man schon sehr weit östlich schauen.
Trotz aller Probleme fand Frauenarzt Roman Vraspir, Leiter der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Eisenhüttenstadt, jüngst nur lobende und hoffnungsvolle Worte. "Was die Geburtshilfe angeht, sind wir hervorragend ausgestattet", sagte er mit Blick auf die Technik und die klinikinterne Infrastruktur. Der Kreißsaal sei sehr modern und verfüge über einen integrierten OP-Raum. Zudem gebe es einen stationären Bereich für Kinder- und Jugendmedizin.
Das sei nicht überall so. Auch ansonsten sei die medizintechnische Ausstattung seiner Klinik in den vergangenen zwei Jahren verbessert worden. Im Juni war Vraspir guter Dinge, dass die Zeiten wieder besser werden. "Und solange ich hier bin, wird es auch eine Geburtshilfe geben", betonte er.