Die Zahlen hat Krankenhaus-Geschäftsführer Till Frohne fast alle parat. Und wenn ihm doch mal eine Summe nicht sofort einfällt, dann nimmt er einfach die große Papierübersicht zu Hilfe, auf der alle Investitionen übersichtlich gestaffelt aufgelistet sind. "Allein für 2018 sind Maßnahmen in Höhe von 3,5 Millionen Euro geplant", betont er. Vom Land gebe es eine Investitionspauschale von 1,5 Millionen Euro. Bleiben zwei Millionen Euro, die das städtische Krankenhaus allein stemmen muss. Und da in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet wurde und sogar Schulden zurückgezahlt werden konnten, bleibt Frohne trotz der für Otto Normalverbraucher gigantischen Summe relativ entspannt. "Wir haben keinerlei Bankverbindlichkeiten mehr", betont er. Und die Maßnahmen müssten sein, seien nicht erst seit gestern geplant. Der Geschäftsführer spricht von einem Investitionsstau.
Den größten Batzen Geld - nämlich etwa 650 000 Euro - wird höchstwahrscheinlich der komplette Umbau der Notaufnahme verschlingen. "Die ist einfach nicht mehr zeitgemäß", betont Till Frohne. Drei Bauabschnitte soll es allein dafür geben - während des laufenden Betriebs. Was immer die größte Herausforderung darstelle, wie Robert Schröder, Betriebsleiter der Krankenhaus Gebäudemanagement GmbH (KGM), bestätigt. Die neue Notaufnahme, in der es auch Überwachungsbetten geben wird, soll dann aus Sicherheitsgründen komplett abgeriegelt sein vom sonstigen Patientenbetrieb.
Ebenfalls für jeden sichtbar und spürbar wird die Instandsetzung der Heizungskeller sein. Die befinden sich nämlich unter dem Bereich der Treppe zum Haupteingang. Schon in diesem Jahr wurde eine Notabstützung eingebaut, sodass sich die Treppenstufen nicht weiter absenken. In den kommenden Wochen wird die Decke geprüft. Im schlimmsten Fall muss auch diese erneuert werden, doch daran möchte momentan noch niemand denken. Denn dann würden auch die 400 000 Euro nicht ausreichen, die derzeit eingeplant sind. Während der Baumaßnahme, bei der auch die Treppen erneuert werden, müssen Besucher und Patienten den Westeingang nutzen.
480 000 Euro werden benötigt für die Modernisierung der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung. Dort werden die Maschinen ausgetauscht, mit denen täglich Hunderte medizinische Utensilien keimfrei gemacht werden. Auf lange Sicht rechnet das Krankenhaus da auch mit Einsparungen, was den Energiebedarf angeht, sagt Robert Schröder.
Investiert wird unter anderem auch in einen neuen Fahrstuhl im Foyerbereich des Hauptgebäudes. Wer lieber die Treppen nimmt, hat bereits festgestellt, dass diese instandgesetzt wurden. Kostenpunkt 155 000 Euro, denn die Beleuchtung und Elektroleitungen wurden ebenfalls erneuert.
Gebohrt und gehämmert wird auch im Eltern-Kind-Zentrum. Dort wurden und werden drei Patientenzimmer mit Duschen nachgerüstet. Zudem entsteht ein komplett möbliertes Familienzimmer. Im November ist dort die Fertigstellung geplant. Macht summa summarum 190 000 Euro.
Bereits fertig ist der neue Patientengarten für den Psychiatriebereich und die interne Krankenhausapotheke, die umgebaut und komplett neu eingerichtet wurde. Allein letztere Maßnahme, die aufgrund von Auflagen des Landesgesundheitsamtes notwendig war, hat 540 000 Euro gekostet.