Vor den Wettkämpfen bekam Patrick Urbicht, Wehrführer aus Wiesenau, reichlich Präsente überreicht. Die Wiesenauer Wehr feiert in diesem Jahr ihr 90-jährige Bestehen. Der Kreisausscheid "Löschangriff nass" fand deshalb in diesem Jahr in Wiesenau statt. Doch sobald die Startsignale zu den Wettkämpfen ertönt waren, schenkten sich die Mannschaften nichts mehr. Wobei man fast schon ahnen konnte, wer zumindest den ersten Platz erringen würde. Die Mannschaft aus Güntersdorf war schon in den beiden vergangenen Jahren Erstplatzierter. Würde das Triple gelingen?
"Wir trainieren einmal wöchentlich", erzählte Martin Poguntke aus Günthersdorf. Ab Anfang Mai beginnt die Wettkampfsaison. Der Dauererste zeigte allerdings beim diesjährigen Amtsausscheid schon Schwächen. "Beim Amtsausscheid sind wir leider nur zweiter geworden", stellte Martin Poguntke mit Bedauern fest. Weichensdorf war da schneller. Umso größer war die Motivation am Sonnabend. Und die Verhältnisse wurden zumindest auf Kreisebene wieder zurecht gerückt. Das Triple gelang
Erstmals am Start war bei den Frauenmannschaften ein Team aus Wehren des Amtes Brieskow-Finkenheerd. "Unser Ortswehrführer hatte dazu die Idee", sagte die Wiesenauerin Dorothee Alex. Sie hat die Mannschaft zusammengetrommelt. Die 24-Jährige ist selbst seit zehn Jahren in der Wehr. Zuletzt sei wöchentlich trainiert worden, erzählte Ines Bresching. Doch die Mühe schien fast vergebens zu sein. Im ersten Durchgang klappte es beim "Löschangriff nass" nicht mit der Wasserversorgung. Doch nach dem Wettkampf sah man eine strahlende Ines Bresching. "Wäre schade gewesen, wenn sich der Schweiß im Vorfeld nicht gelohnt hätte", freute sie sich über den zweiten Platz.
Insgesamt waren fünf Frauen- und 16 Männermannschaften nach Wiesenau gekommen. Die weiteste Anreise hatte das Team aus Erkner. Es hatten sich sogar noch mehr Mannschaften angemeldet, doch drei mussten wegen Krankheit absagen, erklärte Hauptkampfrichter Sieghardt Minschke aus Schwerzko. Auch Detlef Korn, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, zeigte sich über das große Teilnehmerfeld erfreut. Aus seiner Sicht ist es richtig, solche Wettbewerbe wieder bei Feuerwehren zu veranstalten, die ein Jubiläum feiern. Zwei Jahre lang fand der Kreisausscheid im Rahmen des Eisenhüttenstädter Stadtfestes statt. Das habe sich letztlich aber nicht bewährt, so Detlef Korn.
Die Wiesenauer Wehr hat derzeit 40 Aktive, 15 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung sowie zehn Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. "Wir können uns zur Zeit nicht beschweren", sagte der Ortswehrführer. Um die 30 bis 40 Einsätze werden pro Jahr absolviert.

Ergebnisse


¦ Frauen:1. Neuzelle (31,97),2. Amt Finkenheerd (40,21),3. Groß Muckrow (41,74),4. Kobbeln (41,98),5. Schadow (44,94) ¦ Männer:1. Günthersdorf (24,21),2. Groß Muckrow (25,12),3. Bomsdorf (26,10),4. Schwerzko (27,44)5. ArcelorMittal (28,02)6. Rießen (28,89)7. Reudnitz (28,95)8. Kobbeln (32,25)9. Beeskow (33,56)10. Wiesenau (33,61)11. Groß Rietz (34,16)