"Dafür sollte noch Verstärkung her – aber die Spieler müssen zur Mannschaft passen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Männer-Handball, aber natürlich wollen wir auch die Frauen-Mannschaft nicht vernachlässigen. Unser vorrangiges Ziel ist es, attraktiven Handball spielen zu lassen", erklärt der 60-Jährige, der von 1999 bis 2001 als Geschäftsstellenleiter des damaligen Erst- beziehungsweise Zweitligisten Frankfurter HC arbeitete.
Vor 19 Jahren hatte Janeke Frankfurt verlassen, wohnte erst in Berlin und lebte in der vergangenen Dekade als Reiseveranstalter auf Kuba. "Nach meiner Rückkehr hat mich die HSG als erster Club angesprochen, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Ich hatte vorher nie mit dem Verein Kontakt. Natürlich war ich lange weg, aber ich habe noch viele alte Kontakte und fuchse mich da wieder rein", sagt der gebürtige Moerser (Rheinland), der in Stendal aufgewachsen ist. "An der HSG Schlaubetal hat mich begeistert, dass der Verein wirtschaftlich und sportlich solide dasteht. Und das soll auch in Zukunft so bleiben, wir werden immer nur mit den Mitteln arbeiten, die da sind."
Als Kernstück des Vereins sieht er den Nachwuchs an. Daher soll auch die Kooperation mit der Müllroser Grund- und Oberschule noch intensiviert werden. "Wir möchten Kinder und Jugendliche für den Handballsport begeistern und auf diese Weise auch wieder eine A-Jugend installieren. Aber der Sprung aus dem Nachwuchs in den Erwachsenenbereich ist gewaltig", weiß er. Ein Problem seien allerdings fehlende Trainer im Jugendbereich.
Darüber hinaus liegt dem gelernten Instandhaltungsmechaniker und Versicherungsfachmann ein enger Kontakt zu den anderen Vereinen der Region sowie zu den Sponsoren am Herzen. "Wichtig sind Kooperationen der Vereine untereinander und nicht, dass man sich gegenseitig bekämpft. Außerdem brauchen wir ein gesundes Verhältnis zwischen der sportlichen Leistung und den Sponsoren – und das geht nur, wenn diese aus der Region kommen. Daher werde ich versuchen, einen Club der 100 aufzubauen, in dem viele kleine Förderer zusammenkommen und sich gegenseitig austauschen können. Ein weiterer Vorteil bei vielen kleineren Sponsoren ist es, wenn einer wegbricht, ist nicht gleich der gesamte Verein in Gefahr."
Heimspiel-Aktionen geplant
Detlev Janeke ist wichtig, dass der Verein mit seinen Strukturen mitwachse. "Wir wollen etwas für die Müllroser und das Umland tun und planen Aktionen mit den Sponsoren. Allerdings ist ja die Halle jetzt schon immer voll, aber vielleicht kann man da auch noch etwas machen", gibt sich der neue Teammanager optimistisch.
Die Saison der HSG-Männer startet am 26. September um 18 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Grünheider SV II. Das Frauen-Team spielt zwei Stunden zuvor in der Schlaubetal-Halle gegen den Elsterwerdaer SV.