Das Projekt „Die Oder für Touristen 2014 ...“ ist in Berlin ausgezeichnet worden. Eisenhüttenstadts stellvertretender Bürgermeister Thomas Kühn und Wadim Tyszkiewicz von der Gemeinde Nowa Sol-Miasto nahmen den Preis am Dienstag in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin entgegen.
„Heute ist ein wichtiger Tag. Wir haben viele Jahre für das Projekt gekämpft“, sagte Wadim Tyszkiewicz von der Gemeinde Nowa Sol-Miasto. Als einer von sechs Preisträgern kann er sich über die wissenschaftliche und organisatorische Begleitung über ein Jahr sowie 5000 Euro freuen.
„Die Oder ist eine wichtige Achse für die Wirtschaft und den Tourismus. An dem Projekt sind elf Kommunen beteiligt“, berichtete Tyszkiewicz den Anwesenden. Darunter der Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba, sowie der Vizepräsident des polnischen Infrastrukturministeriums, Janusz Zbik.
Gemeinsam mit dem 1. Beigeordneten der Stahlstadt, Thomas Kühn, nahm er die Urkunde entgegen. Er dankte der Stadt ausdrücklich für das uneigennützige Engagement, denn eigentlich habe Eisenhüttenstadt nichts von dem Projekt. Denn bei dem Projekt geht es um die Schaffung eines Vermarktungssystems für die Mittlere Oder mit Hilfe von größeren Anlegestellen und Yachthäfen und eine Aktivierung des „blauen Paradieses“ in der Grenzregion Lubuskie/Brandenburg.
50 Projekte hatten sich an dem Wettbewerb für modellhafte deutsch-polnische Kooperationsprojekte des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) sowie des polnischen Infrastrukturministeriums beteiligt. Daraus wurden sechs als Preisträger von einer Jury ausgesucht.
Zur Begründung für die Auswahl des Projektes „Die Oder für Touristen 2014 ...“ hieß es von der Jury: „Das Projekt aktiviert große, bisher ungenutzte touristische Potenziale des mittleren Oderlaufs unter sorgsamer Berücksichtigung naturräumlicher und wasserwirtschaftlicher Anforderungen und ist deshalb geeignet, einen wesentlichen Impuls für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der grenzüberschreitenden Region zu geben.“
Das Projekt sei konkret und deshalb sowohl für die Einwohner der Region als auch das Zielpublikum der touristischen Nutzungen sehr sichtbar. „Das Vorhaben zeichnet sich insbesondere durch eine breite Basis der Zusammenarbeit aus. Diese bezieht sich sowohl auf den geographischen Einzugsbereich der Kooperation entlang der Mittleren Oder als auch die institutionelle Zusammensetzung der Projektpartner und Projektunterstützer aus Kommunen und Vereinigungen“, so die Jury. Außerdem verhelfe das Projekt der Oder wieder zu ihrem Recht, das verbindende Band zwischen Schlesien, Brandenburg und Pommern zu werden, hieß es zur Begründung.