Im Dezember beginnen Baumfällungen und der ein oder andere Rückbau, im kommenden Jahr soll dann eine der zentralen, bisher aber eher vernachlässigte Flächen in Eisenhüttenstadt ein neues Gesicht bekommen: Der westliche Uferbereich am Oder-Spree-Kanal zwischen Beeskower Straße und Straße der Republik wird auf Vordermann gebracht.
Noch in diesem Jahr soll die sogenannte Baufeldfreimachung erfolgen, sagte kürzlich Michael Reh, Bereichsleiter Stadtentwicklung. Derzeit prüfe die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises die Genehmigungsplanung. Außerdem werden die Ausschreibungen für die Bauleistungen vorbereitet. „2021 ist für die Bauarbeiten vorgesehen, in 2022 werden Restarbeiten ausgeführt“, so Reh. Für das Projekt, das ein zentrales Vorhaben des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes aus dem Jahr 2014 ist, sind auch schon Fördermittel zugesagt.
Sanierung des Uferweges am Oder-Spree-Kanal

Investition Sanierung des Uferweges am Oder-Spree-Kanal

Zwei Brücken werden gebaut

Mit der Aufwertung der Uferbereiche rund um die Inselspitze, sowie am Trockendock wird ein Areal erschlossen, das bisher nur eingeschränkt genutzt werden kann. So ist der Uferweg zwischen Beeskower Straße und der Straße Am Kanal nicht durchgängig begehbar, weil Brücken fehlen, zum einen über die Zufahrt zum Mielenzhafen zum anderen über die Zufahrt zum Trockendock. Vor allem die Brücke über den Mielenzhafen, die vor mehr als zehn Jahren wegen Baufälligkeit demontiert wurde, wurde immer wieder angemahnt.

Weitere Nutzung des Trockendocks

Michael Reh informierte, dass die Brücke über die Zufahrt zum Trockendock im Vergleich zur ursprünglichen Planung abgespeckt wurde. „Das Brückenbauwerk ist sparsamer geworden. Ein separater Treppenabgang ist entbehrlich, auch aus Kostengründen“, so Michael Reh. Jetzt führt eine barrierefreie Rampe über die Brücke. Gewährleistet ist auch eine Durchfahrtshöhe für Fahrgastschiffe, dass der Liegeplatz im Trockendock weiterhin genutzt werden kann.
Momentan wird das Trockendock lediglich als Liegestellplatz für die Fahrgastschifffahrt verwendet, sagte Michael Reichl, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Der Anleger war jahrelang an einen Betreiber verpachtet, der dort Boote verliehen hat. „Leider hat der Betreiber den Vertrag nicht fortgesetzt und wir sind froh, einen Vertragspartner zu haben, der zumindest das Trockendock als Liegestellplatz nutzt“, erklärte Reichl. Das schließe nicht aus, dass sich dort auch wieder ein Bootsverleih oder Bootscharter etablieren könne. Man wolle eine zukünftige Entwicklung nicht unterbinden, baue deshalb die Brücke mit einer entsprechenden Durchfahrtshöhe, so Reichl.

Ein Schiffsanleger

Dass es dort Liegeplätze für Wasserwanderer gibt, wo Boote Strom und Sprit auftanken können, will Reichl nicht ausschließen. Voraussetzung sei aber, dass die Stadt dafür einen Betreiber finde. Und der Fachbereichsleiter betont auch, dass die Stadt nicht in Konkurrenz zum Yachtclub treten wolle, wo es schon Gastanliegerplätze gibt.
Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, dann kann man nicht nur zu Fuß den Uferbereich neu erleben, sondern auch auf dem Wasser ergeben sich neue Möglichkeiten. Denn im Zuge der Sanierung werden auch die Schiffsanleger für Fahrgastschiffe, die momentan nicht genutzt werden dürfen, wieder ertüchtigt. Im Vergleich zur bisherigen Planung gibt es aber auch da eine Veränderung. „Es wird nur ein Schiffsanleger reaktiviert, der andere nicht“, erklärt Michael Reh.