"Wir kommen jetzt richtig in Fahrt, nachdem wir in den vergangenen Wochen erst einmal Schwung geholt haben", betont Eberhard Harz, der Koordinator der Initiative Pro Stadtfest. Gemeinsam mit Prof. Karl Döring, dem langjährigen EKO-Generaldirektor, Rainer Barcikowski, dem ehemaligen Arbeitsdirektor von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt (AMEH), Holger Wachsmann, dem Betriebsratsvorsitzenden von AMEH, sowie dem Musiker Axel Titzki will er das Stadtfest in der und für die Stahlstadt retten. "Und das soll keine Eintagsfliege sein", sagt der Koordinator. Vielmehr ginge es darum, das Großereignis auf viele Jahre zu sichern.
"Wir wollen klarmachen, dass es sich beim Stadtfest um kein politisches Fest handelt, sondern um ein Bürgerfest", erklärt Eberhard Harz. Seine persönliche Motivation, sich an der Initiative zu beteiligen, begründet der ehemalige Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft wie folgt: "Es hat mich gestört, dass kommunalpolitische Empfindlichkeiten das Klima in der Stadt verschlechtern und dadurch auch Entwicklungen hemmen." Es sei nicht fair, wenn die, die einmal im Jahr sich und die Stadt feiern wollen, also die Bürger, darunter leiden müssen.
Eberhard Harz betont aber auch: "Wir wollen die Finanzierung des Stadtfestes auf solide Beine stellen. Und ja, wir brauchen noch Sponsoren." Er und die anderen Mitglieder der Initiative wollen potenzielle Geldgeber persönlich aufsuchen und mit ihnen reden. Schon nach den ersten Gesprächen ist der Koordinator nun optimistisch. Es sei spät, aber noch nicht zu spät. Auch alle Eisenhüttenstädter oder Stadtfestbesucher aus dem Umland können etwas für das Fest tun. Für die Initiative zählt jede kleine Summe. Zudem ginge es darum, ein Zeichen zu setzen: Nach dem Motto, wer bereit ist zu feiern, der sollte auch bereit sein, das Fest zu unterstützen.
Das ist beispielsweise mit dem Erwerb des Stadtfest-Pins möglich. 3 Euro und damit 50 Cent mehr als sonst wird der Anstecker kosten. Die Preiserhöhung kommt aufgrund der Materialkosten und der Verarbeitung zustande. Der diesjährige Pin ist nämlich aus Metall. "Ich finde das gut", sagt Eberhard Harz. "Wir sind schließlich auch ein Standort, der von Metall lebt." Der Anstecker wird diesmal nicht leuchten, dafür dreht sich die Jahreszahl über dem Eisenhüttenstadt-"e". Der Erlös dieses Pins komme direkt dem Stadtfest zugute, versichert das Initiativen-Mitglied. Zweifler, denen 3 Euro fürs dreitägige Fest vom 24. bis 26. August zu viel sind, sollten auch einfach mal daran denken, dass man bei diesem Großereignis für die ganze Familie im Gegensatz zu vielen anderen Dorf- oder Heimatfesten keinen Eintritt zahlt.
Die Stadtfest-Pins sind ab sofort in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben: unter anderem beim Tourismusverein, im Café C'est la vie, im Inselbad und in der Stadtbibliothek, im i-Point der Stadtwerke, bei der Gebäudewirtschaft in verschiedenen Geschäften der Lindenallee, in städtischen Kitas und Grundschulen, in Back-Shops sowie im Kaufland und im Prinz Albrecht in Neuzelle.
Die Initiative Pro Stadtfest ist zu erreichen: Tel. 0173 5281697, E-Mail: prostadtfest-ehst@gmx.de