Souvenirs, Souvenirs, kauft, ihr Leute, kauft sie ein.  Denn sie sollen wie das Salz in der Lebenssuppe sein.“ Diese Zeilen singt Bill Ramsey in seinem berühmten Song aus dem Jahr 1959.
Souvenirs, Souvenirs wünscht sich auch so manch Besucher oder Einheimischer von Eisenhüttenstadt – vor allem im Jubiläumsjahr. Was gab es da nicht schon alles: Gläser mit dem Aufdruck „Grüße aus Eisenhüttenstadt“, Wimpel, Briefmarken mit Blick auf die Lindenallee zu „20 Jahre DDR“ oder auf das Werk zu „35 Jahre DDR“. Und zu 60 Jahre „Werk und Stadt“ kam das MOZ-Buch „Einst und Jetzt Eisenhüttenstadt“ heraus. Doch zum 70. Geburtstag ist die Auswahl nicht wirklich groß.

Blechtassen sind ganz neu

Ein paar Dinge aber findet man in der Lindenallee. Das Buchhaus Jachning hat neu im Angebot Blechtassen mit dem Aufdruck „Stalinstadt“, eine Erinnerung an die Jahre 1953 bis 1961, als die sozialistische Musterstadt diesen Namen trug. Ein paar Blechexemplare sind schon weg, doch meist müssen sich neue Angebote erst durch Mund-zu-Mund-Propaganda herumsprechen, heißt es aus dem Buchladen. So wie beim Nase-Mund-Schutz, auf dem der Schriftzug „Hütte, aber sicher!“ prangt. Der ist mittlerweile richtig nachgefragt und Doreen Dehne, die Chefin des Buchhauses, musste bereits mehrfach Nachschub vom Hersteller in Frankfurt holen – wobei so eine Maske nicht unbedingt unter die Kategorie Souvenir fällt. Dafür gibt es neben der Kasse noch Eisenhüttenstädter Glückswichtel. „Siehst Du mich hier vor dir stehn, möcht’ ich mit dir durchs Leben gehn“, heißt es da.

Keine Neuerscheinungen im Jubiläumsjahr

„Die Nachfrage nach Eisenhüttenstadt-Souvenirs ist immer da“, weiß Doreen Dehne. Auch Bücher seien beliebt. Allerdings findet sie es sehr traurig, dass es da im Jubiläumsjahr keine Neuerscheinungen, ja nicht einmal Broschüren gibt. „Die würden die Leute sicherlich kaufen.“ Stattdessen sind noch Restbestände alter Fotobücher da und Kalender für das Jahr 2021.
Beim nicht weit entfernten Tourismusverein Oder-Region (TOR) sind ebenfalls Hütte-Präsente zu bekommen. Schokotäfelchen mit Ansichten der Stadt. Die kamen bereits 2018 auf den Markt. „Wir haben auch Eisenhüttenstadt-Tassen“, sagt Kathrin Henck, die Geschäftsführerin und fügt hinzu: „Die sind für Jung und Alt“. Die „Iron-Hut-City“-Linie mit T-Shirts und Kaffeebechern, die nach dem Besuch von Hollywood-Star Tom Hanks  im Jahr 2011 auf große Nachfrage stieß, ist mittlerweile Vergangenheit. Kühlschrank-Magnete mit dem englischen Namen, mit dem Hanks Eisenhüttenstadt weltweit berühmt gemacht hat, waren bis vor kurzem zu haben, sind aber wie die „Stalinstadt“-Variante ausverkauft. „Eisenhüttenstadt“ ist noch zu haben. „Und dann haben wir allerlei regionale Produkte“, berichtet Kathrin Henck, die allerdings für den Tourismusverein im Jubiläumsjahr bislang keine erhöhte Nachfrage nach spezifischen Hütte-Souvenirs feststellen konnte.