Um 1.11 Uhr ging am Donnerstag der Notruf bei der Freiwilligen Feuerwehr Brieskow-Finkenheerd ein. Sofort wurde die sogenannte Nordschleife des Amtsbereiches alarmiert, welche die Wehren aus Brieskow-Finkenheerd, Groß Lindow und Wiesenau umfasst. Als wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte in der Richard-Sonnenburg-Straße vor Ort waren und die etwa 50 mal 15 Meter große und neun Meter hohe Lagerhalle lichterloh brennen sahen, lösten sie sofort Vollalarm für alle Feuerwehren des gesamten Amtsbereiches aus. "Die Halle stand in Vollbrand, das konnte man bis zur weit entfernten Eisenbahnbrücke sehen. Durch die Hitze stürzte außerdem das Dach ein", berichtet René Butt, Ortswehrführer von Brieskow-Finkenheerd.
Insgesamt waren die fünf Ortswehren mit 61 Einsatzkräften und acht Löschfahrzeugen vor Ort. "Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert. Wir können uns nur bei allen Kameraden für ihren Einsatz bedanken", erklärte Amtsbrandmeister Michael Lyszczok. Das Löschwasser wurde mit dicken Schläuchen aus dem benachbarten Friedrich-Wilhelm Kanal gewonnen, weswegen der Fahrzeugverkehr für kurze Zeit unterbrochen wurde. Gegen 5.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle.
"Zum Glück hatte es geregnet. Wäre es so trocken wie in den letzten Wochen gewesen, wäre der Brand möglicherweise anders verlaufen", sagte Lyszczok. Um besser an die Glutnester zu gelangen, mussten mit einem Bagger einige Platten aus der Blechwand herausgeschnitten werden. Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarte Kfz-Werkstatt konnte verhindert werden.
Über die Brandursache und die Höhe des Schadens konnten der Besitzer und die Einsatzkräfte am Donnerstag keine Angaben machen. Gegen 11.30 Uhr versiegelte die Polizei das Gelände. Spezialisten werden am Montag die Ermittlungen zu der Brandursache aufnehmen.