Geschenke über Geschenke und viele herzliche Worte – die langjährige Eisenhüttenstädter Museumspädagogin Angelika Kockzíus war gerührt beim Abschied von den Kindern der Goethe-Grundschule. „Das kann ich gar nicht alles auf einmal nach Hause tragen. Ich werde gern mal wieder kommen“, verspricht sie.
Unter anderem erhielt sie von Schulleiterin Simona Schmöche ein Starterset für Kalligraphie. „Das frühe Aufstehen um 6 Uhr bin ich nicht mehr gewohnt. Ich habe den Wecker gestellt, um pünktlich zu sein, ich habe es sehr gern gemacht. Ihr wart bei den Projekten im Museum immer gut vorbereitet“, lobte sie die Goethe-Schüler.
Die ehemalige Sozialarbeiterin an der Eisenhüttenstädter Realschule hatte seit 2003 als Museumspädagogin unter anderem zahlreiche Schulprojekte betreut. Zwar ist sie im Frühjahr in den Ruhestand getreten, jedoch Corona-bedingt konnte die Goethe-Grundschule um Leiterin Simona Schmöche die Verabschiedung erst im Herbst vornehmen. Dabei ehrte Angelika Kockzius in Anwesenheit ihrer Nachfolgerin Ina Schmidt die Besten der Rallye.
Laut Schmöche erfolgen die dabei zu lösenden Aufgaben fächerübergreifend und tragen einige Anforderungen auch sportlichen Charakter, da oft erhebliche Strecken zurückzulegen sind. Wichtig dabei sei, dass die zu Zweit beziehungsweise im Trio zu erledigenden Aufgaben genau erfasst und auch vollständig gelöst werden.
So gab es in den zurückliegenden Jahren unter anderem Aufgaben im Arboretum, in der Bahnhofstraße oder auch im Scheunenviertel zu erledigen. In spielerischer Form bekamen dadurch die Grundschüler viele geschichtlichen Hintergründe aus ihrer Heimatstadt vermittelt.

Gern im Museum gearbeitet

„Mir hat diese Arbeit mit den Kindern sehr viel Spaß gemacht. Es war mein größtes Glück, zum Abschluss meiner beruflichen Laufbahn im Museum arbeiten zu dürfen. Wir hatten ja viele Projekte mit Kindern und auch mit Erwachsenen.“
So begleitete Angelika Kockzius diverse Ausstellungen, bereitete aber auch Aufgaben im Rahmen des Ferien-Diploms vor und wertete sie aus. So durften beispielsweise Kinder in einer Metallwanne waschen, so wie es früher üblich war. Also Geschichte zum Anfassen, wie sie Angelika Kockzius am liebsten vermittelt hat.