Mit drei Schreckschusswaffen und zwei Messern ist ein 34-Jähriger in Eisenhüttenstadt aufgegriffen worden. Am späten Dienstagabend war der Polizei angezeigt worden, dass ein Mann, der sogar namentlich bekannt war, vor der Inselhalle mit einer Schreckschusspistole geschossen habe. Die Beamten nahmen sich der Sache sofort an und griffen sich den mutmaßlichen Schützen, der deutscher Staatsbürger ist.

Kleiner Waffenschein ist Pflicht

Einen Kleinen Waffenschein konnte er nach Angaben der Polizeidirektion Ost allerdings nicht vorweisen. Dieser Schein sei aber Pflicht, wenn man eine Schreckschusspistole mit sich führe. Den müsse man bei der Waffenbehörde beantragen, die alles genau prüfe. Für den bloßen Erwerb einer Schreckschusspistole wiederum sei der Kleine Waffenschein nicht vorgeschrieben. Dem Mann in Eisenhüttenstadt wurden sämtliche Waffen abgenommen, zudem wurde gegen ihn Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet.

Tödliche Verletzungen können die Folge sein

Das Abfeuern einer Schreckschusspistole könne schwere, sogar lebensgefährliche Verletzungen zur Folge habe, betont Ingo Heese, Sprecher der Polizeidirektion Ost. Aus diesem Grund müsse man auch volljährig sein, um eine solche Waffe zu erwerben und mit sich zu führen. Zudem müsse die Waffe mit einem deutschen Prüfzeichen versehen sein. Man dürfe also nicht einfach eine Schreckschusswaffe im Ausland kaufen und nach Deutschland einführen. Ob das Mitführen eines Messers in der Öffentlichkeit ein Verstoß gegen das Waffengesetz ist, hängt wiederum von der Art des Messers ab.