Es habe sich eine Eisschicht gebildet, sagte Gordon Starcken von der Außenstelle Fürstenwalde des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin, zu dem auch der Kanalbereich bis zur Eisenhüttenstädter Zwillingsschachtschleuse gehört.
Alle Schiffe, die das wollten, konnten Eisenhüttenstadt verlassen. An der Brücke in der Beeskower Straße liegt ein polnischer Schubverband, der dort überwintern will. Die Weiterfahrt über die Oder war nicht mehr möglich, der Wasserstand war zu niedrig.
Aufgrund der tiefen Temperaturen wird die Eisschicht auf dem Kanal immer dicker. Doch das Wasser- und Schifffahrtsamt warnt ausdrücklich davor, die Eisfläche zu betreten. Denn der Eindruck kann trügerisch sein, das Eis ist nicht tragfähig. Gerade bei fließenden Gewässern wie dem Oder-Spree-Kanal besteht Gefahr. Zum ein gibt es Einlaufstellen in den Kanal. An diesen Stellen fließt wärmeres Wasser in den Fluss. Zum anderen können sich unter der Wasseroberfläche Wasserstrudel bilden, die ebenfalls dazu führen, dass die Eisschicht nicht so dick ist.
Wann der Schiffsverkehr auf dem Kanal beziehungsweise der Oder wieder verkehren kann, lässt sich noch nicht abschätzen. Die Eisbrecher kommen erst dann zum Einsatz, wenn anhaltendes Tauwetter vorausgesagt wird. Auf der Oder müssen darüber hinaus die Schifffahrtszeichen, die die Fahrrinne markieren, wieder aufgestellt werden. Wegen der Eisschicht sind die Fahrzeichen eingeholt worden.
Die Ruhe auf dem Oder-Spree-Kanal kann auch noch mehrere Wochen dauern. Zumindest gab es auch schon Jahre, wo bis in den März hinein eine Eisschicht dafür sorgte, dass keine Schiffe fahren konnten.