Seit Frühjahr betreut Silvana Brunn im Amt Brieskow-Finkenheerd die Jugendclubs in Ziltendorf (Gubener Straße), Groß Lindow (Knappenweg) und in Brieskow-Finkenheerd (Seestraße). Nach der Corona-bedingten Ruhe kehrt Leben in diese von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreuten Einrichtungen ein. Derzeit kommen jeweils etwa fünf Kinder regelmäßig in die meistens zweimal wöchentlich geöffneten Einrichtungen.

Zu wenig Jugendliche kommen in die Clubs

„Ich möchte auch die Schüler ab der 9. Klasse noch dafür ansprechen. Schließlich halten wir unsere Angebote für eine Altersgruppe bis 21 Jahre parat“, erklärt die staatlich geprüfte Erzieherin. Nachdem sie zuletzt  in der Nähe von Königs Wusterhausen verhaltensauffällige Kinder betreut hat, suchte die vierfache Mutter vor allem aus familiären Gründen eine neue Herausforderung in ihrer Heimat. Schließlich ist sie in Eisenhüttenstadt aufgewachsen und lebt derzeit in Vogelsang. Jahrelang war sie in Finkenheerd seßhaft, so dass sie die örtlichen Gegebenheiten gut kennt. Zudem könne sie ihre beiden jüngeren Kinder (12 und 15 Jahre) noch gut in diese Tätigkeit integrieren. „Ich brauche etwas den Trubel und arbeite gern mit älteren Kindern zusammen.“ In der Freizeit ist sie regelmäßig per Chopper unterwegs.
Die Tierliebhaberin bastelt vor allem gern, doch wird bei ihr auch gekocht und gebacken. Dafür erhält der Jugendclub in Ziltendorf gerade eine neue Küche. Am 21. September werde dort ein Graffiti-Sprayer aus Guben das Logo für den Klub gestalten. Es soll die Initialen JZI beinhalten.

In Schulen vorgestellt und Flyer verteilt

Die Aufgaben und Themen in diesen Jugendeinrichtungen sind vielfältig. „Ich habe mich auch schon ín den Schulen vorgestellt und Flyer verteilt“, hofft die 47-Jährige auf mehr Zuspruch. Dabei werden ihr von der Amtsverwaltung keine Vorgaben gemacht. „Auch wenn nur zwei Kinder kommen sollten, wird der Jugendclub nicht gleich geschlossen. In erster Linie kommt es der Kommune darauf an, dass überhaupt solche Angebote bestehen und wir damit den einen oder anderen von der Straße holen.“
Ausschlaggebend dafür seien für ihr Klientel ansprechende Angebote. Beispielsweise waren einige in den Sommerferien für eine Woche auf einem Erlebnishof in Beeskow (Lübbener Straße). Dort habe es den Kindern so gut gefallen, dass die AWO dieses Angebot auch noch für die Herbstferien bereit hält. Dabei liegt Silvana Brunn sehr am Herzen, dass die Angebote für alle bezahlbar bleiben. Wenn es ihr mittels Sponsoren gelänge, solch eine Woche für 50 Euro anzubieten, dann habe sie viel erreicht.

Möglichst regionale Angebote

Entgegen komme ihr dabei ihre Philosophie, möglichst regionale Angebote wahrzunehmen. So werde sie im Bungalow in Finkenheerd zum Beispiel Duschen aktivieren, damit dort auch Übernachtungen möglich sind. Das gleich neben dem Finkenheerder Jugendclub angesiedelte Unternehmen Fischer-Schneider stellt seine „Blaue Anna“ für Bootsausflüge zur Verfügung, auch die Helene und das Odervorland stehe im Fokus.
Ebenso würde Brunn die geplante Fähre von Aurith nach Urad begrüßen, damit so besser Kontakte zu Jugendclubs und Schulen in Polen gepflegt werden könne. Dahingehend werden auch Absprachen mit dem Förderverein Schlaubemündung Odertal getroffen. Auch die Amtsverwaltung sei dafür in diesem Zusammenhang offen. „Ich bin eine Basteltante. Bei mir malen die Kinder nicht nur so einfach Bilder. In erster Linie vermittel ich soziale Kompetenzen.“

Kennenlernen beim Volleyball

Zum ersten Kennenlernen auch mit den Eltern bereitet Silvana Brunn ein Kinder-Eltern-Turnier im Volleyball vor. Es soll am 12. September ab 10 Uhr im Jugendclub an der Gubener Straße 38 d in Ziltendorf ausgetragen werden. Bislang jedoch hat sich nur ein Team gemeldet. „Wenn sich nicht mehr melden, muss ich es absagen. Dabei geht es nicht um einen Wettkampf, sondern nur um ein lockeres Beisammensein“, erklärt Brunn. Interessenten können sich unter 01751988797 an ihr wenden.