Mit Beginn der Baumaßnahmen für die gesamte Ortsdurchfahrt Möbiskruge Ende Juli 2020 war klar, dass das Amt und die Gemeinde Neuzelle vor großen Herausforderungen stehen und die Möbiskruger viel Geduld und Verständnis aufbringen müssen. Umleitungen und Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Grundstücke, das Leben mit und inmitten der Baustelle – all das ist eine Belastungsprobe.

Alles im Zeitplan

Sehr zeitintensiv ist das Umverlegen von Medienleitungen für Gas, Wasser, Strom und DSL-Breitbandanschluss. Doch die Anlieger zeigen sich überwiegend kooperativ. „Wir haben etwa ein Drittel des Bauvorhabens geschafft, liegen im Zeitplan und haben auch die Unterstützung der Möbiskruger“, berichtet Oliver Klebe vom Bauamt Neuzelle. Neben dem Neubau der Gehwege und der geplanten Erneuerung der Straßenbeleuchtung auf einer Länge von etwa 1300 Metern erfolgte zeitgleich die Erneuerung der  L 431 zwischen Neuzelle und Möbiskruge.

Das Problem mit dem Wasser

Trotz aller Zuversicht gibt es bei einigen Anwohnern Bedenken, ob nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in der Lindenstraße auch das Entwässerungskonzept mit den anliegenden Grundstücken harmoniert. Möbiskruge habe schon immer mit Wasseransammlungen zu kämpfen gehabt, die von den Wiesenhängen die Grundstücksgrenzen erreichen, erzählen sie.  Bei starken Niederschlägen kommt es vor, dass das Wasser nicht schnell genug abgeführt wird. Deshalb ist Möbiskruge von zahlreichen Entwässerungsgräben umgeben, die für Entlastung sorgen sollen.

Das System wird optimiert

„Wir haben mit viel Schichtenwasser zu tun. Deshalb war der Einbau des neuen Durchlasses auch etwas aufwendiger“, erzählt Enrico Lemke vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Dieser ist inzwischen verrohrt und verfüllt. Nun kommt wieder ein Stück Straßenbau durch die Firma Oevermann. Die Arbeiten im Gehwegbereich werden von der Umwelt-, Landschafts- und Tiefbaugenossenschaft (ULT) durchgeführt. Mit der voranschreitenden Straßenerneuerung setzt ULT die neuen Borde und das Pflaster. Die Entwässerung der Straßen und Gehwege wird baulich optimiert, auch mit Rücksicht auf die weiterhin übliche Wasserabführung vom Dach, vorhandene Rohrsystemen, die Hofeinfahrten und Böschungen.

Möbiskruge

Ziele bis Weihnachten

„Die Versickerung des Wassers wird nach der Fertigstellung besser funktionieren. Bei den Bauarbeiten werden auch einige Gräben ausgebaggert und ertüchtigt“, ergänzt der Fachmann vom Landesbetrieb. Bis Weihnachten soll die Asphalttragschicht vom Ossendorfer Weg bis Lindenstraße 51 fertig sein. Bis dahin könnte auch die neue Beleuchtung in Betrieb sein. Die Straßenlampen seien bereits bestellt, meint Oliver Klebe.