Kurz vor den Winterferien hatten die Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in dieser Woche noch mal Gelegenheit, kreativ zu sein und ihre Talente auszuleben. Zusätzlich zum Lernstress für die anstehenden Abiturprüfungen haben die Schüler der 12. Klassen selbstständig die diesjährigen Kulturtage vorbereitet. Sie hatten die Aufgabe, sich in Projekten mit bekannten Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Sport und Wissenschaft zu beschäftigen. Zusammen mit den Schülern der 5. bis 11. Klassen sollten sie diese umsetzen.
Denny Neupert, Dietrich Lichtner und Dominic Mönnich hatten sich Filmstar Tom Cruise ausgesucht. "Er ist ein guter Schauspieler und wir mögen seine Filme", begründete Denny Neupert die Wahl. Gemeinsam mit ihren jüngeren Mitschülern haben sie eine Szene einstudiert, die an den Kinohit "Mission Impossible" angelehnt war. Die Geschichte, in der es um eine gestohlene Hasenpfote und böse Männer geht, haben sich die Drei selbst ausgedacht. Die Szene nun mit ihren jüngeren Mitschülern spielerisch auf die Bühne zu bringen, mache ihnen viel Spaß. "Alle sind sehr engagiert und lernwillig", sagte Denny Neupert. Einige aus der Gruppe, die keine Lust hatten, bei dem Theaterstück mitzumachen, fertigten eine Wandzeitung über ihr Idol an. Die 14-jährige Michelle Micklich recherchierte dazu im Internet und bescheinigte den drei Jungs eine gute Organisation: "Die haben sich wirklich Gedanken gemacht."
Gedanken hatte sich auch der 19-jährige Lukas Patz gemacht. Im Musikraum spielten Schüler nach seiner Anleitung auf Kistentrommeln ("Cajon"). Inspiriert wurden sie dabei von den Rhythmen des amerikanischen Schlagzeugers Joey Jordison. In der Sporthalle übten Tony Vu Ngoc Anh und Vadim Stroka zu Popmusik aus Südkorea einige Tanzschritte ein. Ihr Vorbild: der koreanische Tänzer Taeyang. Der sei "cool", finden die beiden Jungs. Währenddessen huschten über die Schulflure immer wieder Gestalten, die an Berühmtheiten erinnerten.
Bei den Kulturtagen würden die Klassengrenzen aufgelöst, damit sich die Kinder untereinander besser kennenlernen könnten, erklärte Lehrerin Heike Steinhagen. Die Jugendlichen könnten ihren kulturellen Horizont erweitern und weltoffen sein. Auch leistungsschwächere Schüler seien dabei besonders motiviert. Die Resultate der Projekttage stellen die Schüler heute in der Aula des Gymnasiums ihren Mitschülern vor.