Leitfiguren sind die Puppen Paul und Paula. Sie entdecken ihre Welt mit Kinderaugen und sehen jede Menge Chaos: Da ist der Nussknacker mit gebrochenem Arm, der Teddy, der ein Loch im Bauch hat, da sind Bücher, die kreuz und quer im Raum herumliegen und so manches Spielzeug bleibt unbeachtet in der Ecke.
Rund 130 Personen sind dabei
"Darüber ist das Spielzeug sehr traurig. In der Nacht erwachen die Spiele und beraten sich, wie sie diesen Zustand mit dem Weihnachtsmann ändern können. Aussage dieser Geschichte wird sein, dass Achtung und Toleranz des anderen gewahrt werden müssen. Mit dieser Geschichte wollen wir zeigen, dass materielle Werte gerade zu Weihnachten nicht im Vordergrund stehen sollten. Wir stellen uns durch unsere Aussage gegen den Kommerz", heißt es in einer Mitteilung der kommunalen Kindertagesstätte.
Ohne den Förderverein wäre vor allem die Revue gar nicht zu realisieren, denn neben den etwa 60 Krippen- und Kindergartenkindern aus der Einrichtung machen auch etliche Kinder- und Jugendliche mit, die längst in den Schulen der Region lernen, einst aber im "Sonnenhügel" betreut wurden. Am Ende werden etwa 130 Personen auf der Bühne agieren – unter ihnen auch Erwachsene.
Einer wird in diesem Jahr fehlen: Walter Ederer (1955-2019). Der ehemalige Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle und spätere Kulturchef, hatte die Rolle des Mr. Winter inne. "Herrn Ederer kann man nicht einfach ersetzen. Mr. Winter wird es in der Revue nicht mehr geben. Seinen Schal aber, den behalten wir in Ehren", beteuert Mathias Grund vom Förderverein. Mit dabei sind aber wieder die Kinder aus der Partnerstadt Gorzow. Sie werden am Premierentag mit über die Bühne tanzen, so wie auch in den Vorjahren. Die polnischen Kinder haben am selben Jahresthema gearbeitet wie die Eisenhüttenstädter.
Die Vorführungen, drei wird es geben, finden wie gewohnt im Friedrich-Wolf-Theater statt. Insofern sorgt die Kita sogar für Einnahmen, denn eine Pacht für das Haus muss auch sie zahlen. Die Premiere findet am 29. November, 16 Uhr, statt, weitere Aufführungen am 30. November und am 2. Dezember. Während die letzte Veranstaltung schon fast ausgebucht ist, gibt es für die anderen noch Karten. Diese können über die Kita in der Bergstraße erworben werden. Eine Seniorin aus Lawitz kann es kaum noch erwarten. Für sie gehört die Revue der Kita zu Weihnachten dazu. Eine Tradition eben, die in diesem Jahr in die 24. Runde geht.
Aus dem Rathaus heißt es: "Die 24. Weihnachtsrevue der Kita Haus Sonnenhügel ist eine vorweihnachtliche Einstimmung auf die bevorstehende Weihnachtszeit unter der Beteiligung von 127 kleinen und großen Künstlern. Unter dem Thema "Heimlichkeiten im Kinderzimmer" wird neben Musik und Tanz auch das Spiel eine zentrale Rolle spielen. Lassen Sie sich wie immer überraschen!"
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