Fischer staunt beispielsweise nicht schlecht, dass das Unternehmen, das 1991 in Eisenhüttenstadt durchgestartet ist, bei der Ausbildungsquote bei knapp 20 Prozent liegt. Das heißt, etwa jeder fünfte Angestellte macht dort gerade seine Lehre als Elektrotechniker oder absolviert das Duale Studium zum Automatisierungstechniker. Laut Unitechnik gibt es aktuell 106 Mitarbeiter und 19 Auszubildende. Das ist viel. Mit 20.Prozent liegt man weit über dem Durchschnitt, das weiß auch der Staatssekretär.
Katrin Kratzsch, Leiterin Finanzen und Personal bei Unitechnik, stellt dar, dass das eine bewusste Strategie sei, um den eigenen Fachkräftebedarf zu decken. "Wir übernehmen möglichst alle." Auch Geschäftsführer Karsten Boldt betont: "Es ist einfacher, jemanden von Anfang an mitzunehmen, als jemanden einzufangen, der in der Welt unterwegs ist." Er sieht eine Verbundenheit zur Region als großen Vorteil, um Fachkräfte längerfristig zu binden. Zudem klingt wiederholt an, dass man mit den langjährigen Partnern, dem QualifizierungsCentrum für Wirtschaft sowie der Berufsakademie in Bautzen, sehr zufrieden sei. Jüngst ist auch noch die Technische Hochschule Wildau hinzu gekommen.
Ausbildungsplätze begehrt
Neben dem Fakt, dass der Staatssekretär vor allem das Duale Studium für immens wichtig hält – "wir wollen das weiter ausbauen", sagt er –, nimmt er noch etwas mit nach Potsdam. Unitechnik bietet in den Ferien auf Nachfrage von Interessierten knapp einwöchige Schülerpraktika an. Da lernen die potenziellen Azubis der Zukunft das Unternehmen, das nach eigenen Angaben weltweit eine steigende Zahl an Auftraggebern hat, im Schnelldurchlauf kennen. Berufsorientierung ist immens wichtig. In den vergangenen Monaten lag sie aufgrund der Corona-Pandemie brach: Es gab beispielsweise keine Messen. Möglicherweise sind deshalb brandenburgweit auch noch knapp die Hälfte der Ausbildungsplätze frei. Bei Unitechnik ist für 2020 alles besetzt. Es gibt sogar schon eine Nachfrage für 2021.