Die Toten - Pfarrer und Uni-Professor - sind ihrer Phantasie entsprungen. Carla Maria Heinze, geboren in Kleinmachnow bei Berlin, mag nach eigenen Worten alles, was nicht in eine Schablone passt: Menschen, Meinungen und Lebensentwürfe. Auch ihr Debüt-Krimi von 2014 "Potsdamer Morde" handelt davon. Viele Reisen führten die Autorin, die nach Neuzelle Ehemann Bodo und Tochter Cordula C. Pozimowski mitbrachte, über alle fünf Kontinente. Heute lebt die Rentnerin in Stahnsdorf, zwischen Potsdam und Berlin.
"Ich bin dankbar und begeistert, mein neues Buch in diesem Brandenburger Barockwunder vorstellen zu können", meinte Carla Maria Heinze, einst EU-Sicherheitsberaterin in einem internationalen Konzern. Geplant war die Lesung eigentlich im Blauen Salon des Klosters. Doch da passten 90 Zuhörer nicht rein. Deshalb wurde das Kalefaktorium auserwählt - in Klöstern ein beheizbarer Raum, in dem sich Mönche oder Nonnen im Winter aufhalten konnten. Im 335 Seiten starken Krimi "Brandenburger Geheimnisse" findet Enne von Lilienthal, ehemalige Fallanalytikerin des LKA Berlin, in der Stiftskirche gleich zwei Tote. Sie ist ganz zufällig an diesem Tag in Neuzelle. Bei ihren Ermittlungen im Kloster aber auch in anderen Orten in der Region dringt sie tief in die Vergangenheit der handelnden Personen, aber auch in die Geschichte und Topographie der Spielorte ein. In Neuzelle rücken dabei nicht nur die beiden Kirchen, der Klostergarten, der Kreuzgang und weitere Klostergebäude in den Mittelpunkt, sondern auch die Umgebung des Kloster wie die Klosterbrauerei oder das Hotel Prinz Albrecht. In der weiteren Umgebung sind Bad Saarow und das Forsthaus Siehdichum zusätzliche Handlungsorte.
Zum Auftakt der Lesung brachte Heinzes Tochter und Profi-Sängerin Cordula C. Pozimowski "Sag mir , wo die Blumen sind" zu Gehör. Mit diesem Lied beginnen die "Brandenburger Geheimnisse".
"Brandenburger Geheimnisse" ist im Emons-Verlag (ISBN 978-3-95451-748-0) erschienen und kostet 10,90 Euro.