"Vor allem hat es mich gefreut, dass es beim Gespräch mit dem Künstler zu einer munteren Diskussion gekommen ist", sagt die Vereinsvorsitzende Katrin Fleischer, die selbst moderierte. Ramin Hesse malt eher düstere Bilder, was nicht jedermanns Geschmack ist. "Aber wir wollen nicht nur ein paar schöne Gemälde aufhängen, sondern durch unsere Ausstellungen Gespräche anzustoßen", gibt Katrin Fleischer als Ziel aus. Der Schwerpunkt liege auf der Auswahl von Künstlern aus Brandenburg, wobei die Vereinsvorsitzende - nicht ganz ernst gemeint - hinzufügt: "Die Leute aus New York holen wir später."
Es ist ein buntes Programm, mit dem der Verein das sanierte und im Frühjahr eröffnete Gebäude mit Leben erfüllen will. Einmal im Monat, mittwochs, ist Markttreff des Christlichen Familienzentrums. Nach dem Einkauf auf dem Wochenmarkt kann man dort eine Tasse Tee oder Kaffee trinken und Spiele spielen. Heute wird es bei Kursleiterin Nicole Malchow einen mehrteiligen Schmuckworkshop geben - ab 15 Uhr für Kinder, ab 17 Uhr für Jugendliche und ab 19.30 Uhr für Erwachsene. Für kommenden Sonntag, 12 bis 16 Uhr, wird zum Kleiderwechsel-Frauentrödelmarkt eingeladen. Katrin Fleischer wünscht sich für die Veranstaltung im Kulturcafé noch weitere Anmeldungen. Denn bisher ist die Nachfrage eher mäßig. "Wir sind noch in der Experimentierphase. Das wird sich alles einspielen", ist Katrin Fleischer optimistisch.
Regelmäßig treffen sich in der Alten Schule künftig der Seniorenbeirat und die Volkssolidarität. Es finden auch Lesungen statt - die nächste am 22. September mit Corona Schröter -, und Vorträge zum Beispiel über das Thema "Als Hollywood noch am Kalksee lag" (Mittwoch, 19. September, 14 Uhr).
Ein tragende Säule des Veranstaltungsprogramms ist die neue Gesprächsreihe "Aus der Schule geplaudert" mit dem Woltersdorfer Rundfunk-Journalisten Ulrich Lipka. Gäste beim Auftakt morgen, 19.30 Uhr, sind die Künstlerin und Theaterregisseurin Elena Bronsert und der Chefarzt Dr. Jens Burghardt von der Immanuel Klinik Rüdersdorf. Menschen vorzustellen, "die im Ort leben oder mit Woltersdorf zu tun haben" sei das Ziel der Reihe, betont Lipka. Gern wird dabei eine Ur-Woltersdorferin wie Elena Bronsert einem Zugezogenen wie Burghardt gegenübergestellt. "Oft lebt man mit dem Nachbar Tür an Tür und kennt ihn gar nicht. "Das wollen wir ändern", sagt der Journalist von Deutschlandradio.