Das war bereits während der gut besuchten Vernissage am Sonntagnachmittag zu spüren, mit der das Kulturhaus zugleich sein neues Ausstellungsjahr eröffnete. Charmant von Ringo Effenberger vorgestellt, sprach Regina Plagge über ihre künstlerischen Intentionen und ihre Freude daran, die unterschiedlichen Maltechniken, Farben und Materialien auszuprobieren. Wenn beim Malen die Farben zueinanderfinden, eigene Formen bilden und auf der ursprünglich weißen Leinwand neue Welten entstehen, dann empfindet sie diesen Prozess als ein wundervolles Abenteuer - Magie pur. Mit Vorliebe nutzt sie für ihre Materialmix-Kompositionen Acrylfarben, die mit feinem Seidenpapier, einem Stück übermalter Wellpappe oder den vom Meerwasser glattpolierten Glassplittern überraschend wirken. Wie ihre Kreationen "Eisblume" oder die Wiese mit filigranen Pusteblumen zeigen, gelingt es ihr zugleich, verschiedene Oberflächenstrukturen herauszuarbeiten.
Im Künstlergespräch war auch Interessantes über die berufliche Entwicklung der gebürtigen Dessauerin zu erfahren, die in den 1970er Jahren in Berlin-Karlshorst studierte und seit längerem im kaufmännischen Bereich der Deutschen Bahn arbeitet. Sie hat einen oft anstrengenden Berufsalltag. Umso mehr freut sie sich auf ihr Zuhause in Woltersdorf. Den Wohnort entdeckte sie, wie sie unumwunden verriet, der Liebe wegen. Mit ihrem Mann, dem Fotografen Walter Plagge, verbindet sie auch die künstlerische Entdeckerfreude, beispielsweise auf Reisen. Besonders genießt sie die Stunden im eigenen Atelier, ihrem kreativen Elysium.
Die Bilder, die Interessenten kaufen können, sind bis zum 16. Februar in der Alten Schule, Rudolf-Breitscheid-Straße 27, mittwochs (9-13 Uhr) und donnerstags (18-20 Uhr) zu sehen.