Auf dem Sommerfest „Europa“ bekam am Freitag die Gesamtschule Woltersdorf die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR) verliehen. Die Schule ist nun Teil des deutschlandweiten Netzwerks von über 1000 SOR-Schulen. „Ich bin stolz auf euch“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Marsand in ihrer kurzen Rede. Außerdem sei die Ehrung ein Zeichen für die Gemeinde.
Die Idee entstand in der Vorbereitung einer Projektwoche. Dabei ließen sich die beiden Elftklässler Philip Rand und Anabel Doß von einem syrischen Flüchtling zum Projekt anregen. Die Idee: Schüler setzen sich für ein soziales und friedliches Miteinander ein. Dafür sammelten die beiden Elftklässler  Unterschriften an ihrer Schule und holten Sponsoren, wie die Sparkasse, mit ins Boot.
Am Ende stimmten 74 Prozent aller an der Gesamtschule Tätigen für eine Schule ohne Rassismus. Ganz offiziell überreichte Elke Rosch von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) eine Urkunde an die Schüler – und die Plakette, die neben der Eingangstür aufgehängt wurde.
Danach war Feiern angesagt – und zwar europäisch. Wer es beispielsweise schwedisch mochte, konnte sich beim Wikingerschach ausprobieren oder sich beim Regalschnellaufbau mit anderen messen.
Die Klassen hatten sich jeweils ein europäisches Land vorgenommen – und kochten zum Beispiel landestypische Leckerbissen. „Bei uns gibt es Pizza, Bruschetta und Nudelsalat“, sagte Ernst-Paul Auer am italienischen Stand der Klasse 7c. Bei Tristan und Florian ging es griechisch zu. Es lagen grüne wie schwarze Oliven zum Verzehr bereit. Dazu gab es Schafskäse und Reis in Weinblättern.
Ins Schwitzen gerieten die Schüler beim Weitwurf mit Hufeisen. Am Norwegenstand konnten sich Nachwuchskünstler beim Sticken von  Wikingermotiven oder beim Malen von nordischen Gottheiten ausleben. Kopfüber ging es dagegen beim Bubble-Fußball zu, wo die Spieler gegeneinander in mannshohen Bällen stecken.(jhh)