Ganz ursprünglich, erzählt Dirk Schwuchow, handelte es sich bei dem Haus, das jetzt hergerichtet wird, um eine alte Remise und Stallung. Vor rund 100 Jahren wurde es eine Ausflugsgaststätte, auch als Etablissement Woltersdorfer Mühle bekannt. In dem Gebäude wurden alle nur erdenklichen Baustoffe verarbeitet, haben Schwuchow und seine Mitstreiter bei den Arbeiten festgestellt – mit dem Ergebnis, dass innen fast nichts so bleibt wie es einst war. Der große Vorzug des Objekts ist seine Lage: Nach Süden sind es nur wenige Schritte bis zur Wasserkante, auch wenn sich westlich eine Landzunge erstreckt. Diese Gunst der Lage will Schwuchow nutzen, um einen Biergarten zu installieren – „mit richtigen Biergarten-Möbeln“.
Dort, wo jetzt noch ein Hof ist, soll ein Sozialgebäude entstehen, mit einer Brauanlage – um dann ein Bier aus eigener Herstellung anzubieten. Schwuchow legt insgesamt Wert darauf, dass das Haus einen gehobenen Standard bedienen soll. Er denkt an Fahrradstellplätze, einen Bootsanleger und daran, auch unabhängig von seiner eigenen Gastronomie, touristische Informationen bereitzuhalten.
Das Obergeschoss soll zu Ferienwohnungen ausgebaut werden. Schwuchow dachte zunächst an einen Veranstaltungsraum, nahm davon aber Abstand, weil im Schleusenbereich keine Auto-Parkplätze verfügbar sind.
Der Hennickendorfer, der eigentlich in der Tourismus-Beratung arbeitet, hat das Objekt auf diesem Wege kennengelernt und später erworben. Die Flächen, die ihm nicht gehören, hat er vom Wasser- und Schifffahrtsamt gepachtet. Die Verzögerung, sagt er offen, hatte auch mit der Finanzkrise zu tun. Jetzt aber soll es zügig vorangehen. Wegen der Unwägbarkeiten des Gebäudes mag sich Schwuchow auf keinen Termin für eine Eröffnung festlegen.
Fertig geworden ist der Investor indes schon mit dem Haus an der Freiarchenbrücke, direkt hinter der neuen Gaststätte. Dort hat er zehn Wohnungen geschaffen, alle sind vermietet.