Herr Boehden, freuen Sie sich, endlich wieder Kinogänger begrüßen zu dürfen?
Und wie! Wir haben die Zeit der Zwangspause für einige Renovierungsarbeiten genutzt, es hängen neue Bilder an den Wänden, und natürlich mussten wir das Haus auf die Corona-Regeln vorbereiten.
Was erwartet die Besucher da?
Es gibt einen Spuckschutz am Tresen, und wir haben ein Wegeleitsystem eingerichtet, so dass der geforderte Abstand eingehalten werden kann.
Gesetzt den Fall, es gibt einen Ansturm: Dürfen Sie alle Plätze besetzen?
Leider nein. Jede zweite Reihe muss frei bleiben und es dürfen auch nur Personen aus höchstens zwei Haushalten nebeneinander sitzen. Unser kleiner Saal hat 42 Plätze. Angenommen, es kommen nur Einzelpersonen, können wir unter den jetzigen Bedingungen höchstens zehn Plätze besetzen. In Nordrhein-Westfalen ist in der Überlegung, das Kinos komplett öffnen können. Das hätten wir uns hier genauso so gewünscht. Überhaupt wären bundesweit einheitliche Regelungen hilfreich.
Zur Überbrückung haben Sie um die Solidarität der Kinogänger geworben und unter anderem einen Popcorn-Lieferdienst angeboten. Wie war die Resonanz?
Anfangs gut, mit den zunehmenden Lockerungen hat sie natürlich nachgelassen. Aber wir freuen uns über den Zuspruch, das macht Mut für die Zukunft. Beim Gutscheinkauf waren die Leute wirklich spendabel. Eine Stammbesucherin hat uns zum Beispiel sehr unterstützt, weil sie gesagt hat, das Kino in Erkner muss unbedingt erhalten werden.
Internet:www.kino-movieland.de