Es ist ein Steinway geworden, ein B-Flügel, gebaut 1962, 2,11 Meter, mit Elfenbeintasten, nicht klassisch in schwarzem Lack sondern mit einem Birnbaumfurnier. Er stammt aus einem Professorenhaushalt in Berlin-Charlottenburg und wurde konzertfähig überholt. 37 999 Euro brachte die Bürgerstiftung dafür auf. In seiner Rede vor rund 120 Gästen dankte Klaus-Michael Heims, Vorsitzender des Vorstands, in der ehemaligen Schlosskirche für alle Spenden, die vielen kleinen und die großen, ohne die es bis zu einem Kauf noch Jahre gedauert hätte. "Sie alle haben an dem Erfolg mitgewirkt", sagte er.
Der alte Flügel war marode, der Resonanzboden gerissen und für Konzerte kaum noch geeignet. Pianistin Birgitta Wollenweber versicherte vor ihrem Konzert: "Der neue Flügel hat eine hervorragende Qualität." Die Professorin weihte das Instrument mit Stücken von Mussorgsky, Mozart und Brahms ein. Der zehnjährige Ilja Nicola Monti aus Woltersdorf begleitete sie beim "Allegro moderato" von Alexei Janschinow auf der Violine.
Selbst weniger geschulten Hörern wurde der Unterschied deutlich. Beim anschließenden Empfang im Raufutterspeicher war viel Lob für den neuen Flügel zu hören, zum Beispiel von Monika Danz aus Schöneiche. "Er klingt einfach großartig", schwärmte sie.
Klaus-Michael Heims nutzte die Festveranstaltung auch, um noch einmal auf den Zweck einer Bürgerstiftung hinzuweisen: Geld sammeln, einen Kapitalstock bilden und mit den Zinsen Gutes für den Ort tun - für Kultur, Sport, die Förderung der Jugend oder Menschen in Not - wie die Flüchtlinge, die in Schöneiche erwartet werden. Eine erste Idee gibt es bereits, bei dem der neue Flügel zum Einsatz kommt. "Es wird ein Konzert für Flüchtlinge geben, um sie herzlich zu begrüßen."