Wochenlang geübt, Generalprobe verpatzt - kurz vor dem Ereignis mussten 16 Mädchen der Black Babes ihren Tanz "Nice" noch einmal proben. Entsprechend aufgeregt ist die eine oder andere an diesem Nachmittag. Die Zwölfjährige Kim Spiering sagt: "Wir wollen uns ja nicht blamieren, schließlich ist unser Verein der Gastgeber dieser Veranstaltung."
Bereits zum fünften Mal hat der American-Football-Club Erkner Razorbacks zum Tanzspektakel eingeladen - und rund 300 Tänzerinnen und Tänzer haben sich angemeldet, so viele wie noch nie. 43 Gruppen aus 13 Brandenburger und Berliner Teams präsentieren fünf Stunden lang ganz unterschiedliche Stile wie Hip-Hop, Modern Dance oder Rock'n'Roll.
Wegen des großen Andrangs waren die Listen bereits drei Wochen vor Anmeldeschluss geschlossen worden. Henning Schulz von den Razorbacks, einer der Organisatoren, staunt selbst, welche Anziehungskraft die Veranstaltung inzwischen hat. "Als wir damit begonnen haben, wollten wir unseren Mädchen, die bei Wind und Wetter unsere Mannschaften begleiten und mit ihren Tänzen für gute Laune beim Publikum sorgen, einfach mal etwas Gutes tun." Beim Tanzspektakel sollten sie im Mittelpunkt stehen und sich mit anderen Teams messen können. Inzwischen ist es einer der größten Tanzwettbewerbe in Brandenburg.
Kurz vor 14 Uhr sind die Black Babes dran. Sie wirbeln mit ihren schwarz-silbernen Pompoms herum, nach knapp vier Minuten ist alles vorbei. Kim Spiering und ihren Kameradinnen Vanessa Ide und Anni Buch ist nach dem Auftritt die Erleichterung anzusehen. Sie strahlen. "Es hat gut geklappt", erklärt Kim, und Vanessa sagt: "Es geht vor allem um den Spaß. Aber den ersten Platz wollen wir auch."
Gewinnen will jeder, aber in Erkner gibt es keine Verlierer. Michael Ehrenteit, Präsident der Razorbacks und Moderator der Veranstaltung, erklärt: "Bei uns geht keiner traurig nach Hause." Für jeden gibt es eine Medaille. Und das kommt gut an. Kathleen Gruno, Trainerin von "Caramelle e fiori" aus Fürstenwalde, sagt: "Es ist toll, dass hier alle Kinder ein Erfolgserlebnis haben."
Die zehnköpfige Jury muss trotzdem werten. Für Christoph Albert, Präsident der Erkneraner-Woltersdorfer Karnevalgemeinschaft und schon mehrfach als Juror dabei, steht fest: "Die Qualität hat sich insgesamt verbessert".
Am Ende erringen TenDance aus Berlin zwei erste Plätze, die HipHopKids/Teens holen mit "Horrorklinik" einen Sieg, auch "Step & Dance", "Konfetti" und "UDA Altlandsberg" gehören zu den Spitzenteams. Die Black Babes haben mit "Nice" einen dritten Platz geschafft. Im nächsten Jahr gibt es für die Cheerleaders eine neue Chance auf den Sieg - sie werden wieder dabei sein.