Lichterfest: Tausende säumten die Friedrichstraße / Schlangen vor den Läden / Auch Heimatmuseum gut besucht
So wie an diesem Wochenende brummt Erkner sonst nur beim Heimatfest. Das Lichterfest der Mittelständler war ein grandioser Erfolg – und beim Weihnachtsmarkt des Heimatvereins war der Museumshof auch voll.
Christa Reichard aus Erkner kauft gern in ihrer Heimatstadt ein: „Wir brauchen nicht zum Ku’damm fahren“, sagte sie am Samstagabend – und deshalb war es für sie auch klar, dass sie beim Lichterfest unterwegs sein würde. Erstaunt waren sie und ihr Mann Peter dann doch, wie viele Menschen am Sonnabend auf der Friedrichstraße unterwegs waren, und sie waren nicht die einzigen, die staunten. Vor mehreren der teilnehmenden Geschäfte und Betriebe standen Leute bis in den Abend Schlange, um eingelassen zu werden, und an vielen Glühwein-Ausschankstellen war auch Warten angesagt – was der guten Laune keinen Abbruch tat.
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Für viel Auftrieb hatte der Umzug von zwei Seiten – vom Rathaus und vom Heimatmuseum –zum völlig überfüllten Marktplatz gesorgt. Dort mussten Bürgermeister Jochen Kirsch, Achim Wegeleben, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, und Axel Hundertmark, der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung Erkner (MSVE) Zeit schinden, um genau dann auf den symbolischen Knopf zu drücken, an dem sich die Festbeleuchtung in der Friedrichstraße einschaltete. Eine, die in diesem Moment gar nicht dabei sein konnte, war Heike Busacker. Die Inhaberin einer Schuhboutique, die führender Kopf der City-Offensive „Made in Erkner“ ist, kam nicht aus ihrem Laden weg und freute sich über den tollen Zuspruch, den die Aktionen der Händler fanden.
Der kostenlose Bus, der als „Lichterfest-Express“ zum Heimatmuseum und ein Stück weiter fuhr, war zwar nicht brechend voll, wurde aber genutzt. Beim Heimatverein waren ebenfalls die Stände voll. Zufrieden über den Zuspruch äußerten sich zum Beispiel Wilfried Först und seine Mitstreiterinnen vom Keramik-Kreativ.
Auch gestern waren, trotz des stürmischen Wetters, weiter viele Erkneraner bis in die Abendstunden auf ihrer Friedrichstraße unterwegs. Am Nachmittag verlieh die MSVE zum fünften Mal den Preis für das schönste Weihnachts-Schaufenster. Über die Vergabe entscheidet eine fünfköpfige Jury. Diesmal ging der erste Platz an die Geschenke-Boutique von Janine Kien und Kerstin Elsner in den Ladenvorbauten.
Das schönste Schaufenster hat dieses Jahr der?Geschenkeladen
Passt das zusammen? Carola Kien aus Erkner mit ihrer Tochter Theresa beim Einkauf im Wäscheladen von Gudrun Rangnow. Deren Modeschau zog, der Kälte ungeachtet, wieder viele Zuschauer an.Fotos (3): MOZ/Joachim Eggers
Lass uns knuddeln: Helmut Leinbach und die Elch-Figur vor der Hauptbühne
Weihnachtsmann ausmalen: Franziska Kürth mit Tochter Johanna (4) beim Heimatverein