Damit ist die juristische Auseinandersetzung um die Bürgermeisterwahl vom April/Mai 2012 aber noch nicht zu Ende. Gegen die Ablehnung des vorläufigen Rechtsschutzverfahrens wurde Widerspruch eingelegt. Außerdem steht beim Verwaltungsgericht noch das Verfahren in der Hauptsache an.
Jüttner hatte sich bei der Stichwahl im Mai gegen Oliver Scholz (CDU, unterstützt von Bürgerbündnis Schöneiche) durchgesetzt. Bei der Gemeindevertretersitzung vor den Sommerferien war heftig über Begleitumstände der Wahl diskutiert worden. Unter anderem ging es um ein Fahrzeug mit einem "Für-Jüttner-Plakat", das vor einem Wahllokal abgestellt worden war, und darum, dass der stellvertretende Wahlleiter Friedrich Windeck seine Unterschrift auf Pro-Jüttner-Plakaten geleistet hatte. Weitere Vorwürfe waren ein gerissenes Siegel auf einer Briefwahl-Urne sowie eine Bevorzugung Jüttners bei der Erlaubnis zum Aufstellen von Wahlplakaten.
Wahlleiterin Maika Eberlein hatte alle Vorwürfe als nicht stichhaltig beziehungsweise "wegen fehlender oder geringer Wirkung auf das Wahlergebnis" zurückgewiesen. Eine große Mehrheit der Gemeindevertreter schloss sich der Auffassung an.