Das Erfolgsrezept der Musikfestmacher lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen: Altbewährtes fortführen und Neues wagen. Dieses Mal hatten sie sich gleich für die Eröffnung ihres Jubiläumsfestes mit "Wat’n Klang" sowie "Hendrik Zühlke & friends" einen neuen Ort gesucht – den Landhof. Das alternative Wohnprojekt gibt es seit 25 Jahren. Die Bewohner der Lehmbausiedlung haben sich der Nachhaltigkeit und Gemeinschaft verschrieben. Andreas Röthke, von Anfang an beim Initiativkreis Musikfest dabei, erklärte: "Wir wollten das Engagement der Leute hier zum Jubiläum mal wieder  in den Focus rücken".
Zum 15. Mal hat das Musikfest in Schöneiche am Sonnabend stattgefunden. Rund 500 Musiker unterhielten das Publikum an 14 Orten mit Jazz, Klassik, Pop und Chorgesang. Trotz des kalten Wetters waren die 53 Konzerte gut besucht. Zu hören waren alte Bekannte und neue Musiker. Besonders gewürdigt wurden in diesem Jahr auch all die Akteure, die schon viele Jahre zum Programm beitragen: Die Musikschule, die Chöre und einzelne Musiker wie die Geigerin Anne-Kathrin Seidel und der "Langschlenderer" Christof Rose. Sie bekamen als Präsent eine Stimmgabel überreicht. In seiner kurzen Ansprache zog Bürgermeister Ralf Steinbrück das Fazit: "Das Musikfest hat sich gut entwickelt".
Die Freude darüber war den Organisatoren ins Gesicht geschrieben. Wolfgang Ziegler erklärte: "Es ist schön, dass sich das Fest zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde entwickelt hat". Klaus-Michael Heims sprach allen Helfern ein großes Lob aus: "Die Arbeit macht Spaß, weil sich so viele für das Musikfest engagieren". Das sind nicht nur die Musiker, die kostenlos spielen, sondern all die Freiwilligen, die Sponsoren-Bändchen verteilen oder Fruchtaufstrich kochen, der statt Blumen als Dankeschön an die Akteure überreicht wird.
Die Besucher hatten einmal mehr die Qual der Wahl. Pfarrer Helmut Gräz (80) suchte auf dem Flyer nach dem Konzert der "The Flangers". "So viele Musiker, Laien und Profis, an einem Ort – für mich ist es das schönste Fest im Jahr", sagte er begeistert.
Neue Musiker bereichern Fest
Zu den Neulingen, die es in diesem Jahr zu entdecken gab, gehörte unter anderem der Berliner Arno Grußendorf.  Der 26-Jährige trat im Garten der "Manufaktur von Blythen" mit eigenen Post-Rock-Jazz-Liedern auf. Im Goethepark trommelten zum ersten Mal die "Wododrums" aus Woltersdorf  und "Ella John", ein Singer-Songwriter-Duo aus Berlin-Wedding, unterhielt  die Zuhörer mit Indie-Folk.
Im Wartehaus Haltestelle "Goethepark" konnten Neugierige die tönende "Asymmetrische Anordnung" von Kerstin Baudis durch ein Guckloch  erspähen. Im Atrium des Rathauses sangen viele Gäste bei "Losgehn…" mit. Stehende Ovationen gab es am Abend für die 15-jährigen, vielfach preisgekrönten Zwillinge Hassan und Ibrahim Ignatov aus Bulgarien, die in der ehemaligen Schlosskirche mit Stücken von Mozart, Bach und Liszt ein besonderes Klaviererlebnis boten.  "Die Herausforderung der nächsten Jahre wird es sein", sagte Carola Grunwitz vom Stadtmarketing, "das Niveau zu halten."

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