Der 42-Jährige war am Dienstagabend, gegen 21.30 Uhr, der Letzte, der das Gelände nach dem Training der Frauenmannschaft verlassen hat. Gegen 1.30 Uhr, so erzählt er, habe ein Nachbar zerberstende Scheiben gehört und, einen Einbruch, vermutend, die Polizei alarmiert. Als er dann einen Lichtschein erahnte, habe er einen zweiten Anruf getätigt und die Feuerwehr angefordert. "Die Polizei war zuerst hier, hat zu ihren Feuerlöschern gegriffen. Das hat uns gerettet", sagt Oswald. Ansonsten wäre der Brand noch verheerender gewesen.
Brand im Vereinsheim der SG Lichtenow-Kagel

Bildergalerie Brand im Vereinsheim der SG Lichtenow-Kagel

Domizil ist heillos verwüstet

Nachdem die Brandursachen-Ermittler das Objekt wieder freigegeben hatten, konnte der Verein eine Bestandsaufnahme machen. Das Traditionszimmer ist ebenso heillos verwüstet, wie der Technikraum. Strom- und Wasserversorgung sind zerstört. Dritter Brandort war die Kegelbahn. Alle Räume, alles Inventar, alle Möbel sind verrußt. "Wir können nichts mehr benutzen, was hier im Haus war." Alle Ausrüstungsgegenstände von den Trikots bis zu den Bällen sind kontaminiert und müssen entsorgt werden – für den Verein mit seinen acht Mannschaften ein schmerzlicher Verlust. "Wir haben aber sofort Hilfeangebote bekommen", bedankt sich der Kageler für die Anteilnahme. Ihnen freundschaftlich verbundene Vereine, zum Beispiel aus Bruchmühle, Steinhöfel, Rüdersdorf und Müncheberg, hatten sogleich Kleidung und Ausrüstung zur Verfügung gestellt.
"Wir lassen uns nicht unterkriegen", schaut Oswald nach vorn. Erstes zu lösendes Problem war die Wasserversorgung für den Rasen. "Wird er fünf Tage nicht gepflegt, ist er hinüber", sagt der Vereinsvorsitzende. Deshalb musste sich zuerst darauf konzentriert werden. "Es gab viel Unterstützung durch Handwerker, die Elektrofirma Egon Klieche, den Dieker-Gartenbauservice und Geothermix." Am Mittwoch wurde auch gleich weiter gekickt. "Die Bambinis hatten ein Testspiel, die F-Junioren Training", erklärt Oswald. Dazu hatte der Verein den Grill aufgebaut und die übriggebliebenen Würste drauf gepackt. "Wir wollten ja nicht alles wegwerfen."
Wie es mit dem Objekt nun weiter geht, ist unklar. Wie Marco Baur vom Grünheider Bauamt auf Nachfrage sagte, sei die Schadensmeldung an die Versicherung abgeschickt. Derweil laufen die Vorbereitung für das Projekt "Neubau Vereinsheim" weiter. Noch in diesem Jahr sollen bauvorbereitende Arbeiten erledigt werden – je nachdem, was im Rahmen des Verfahrens zur Beantragung von Fördermitteln schon möglich ist. "Der eigentliche Bau ist fürs nächste Jahr geplant." Ob der Brand auf das Vorhaben Auswirkungen hat, sei noch nicht absehbar.
Spendenkonto: SG Lichtenow-Kagel 1949, IBAN DE48 1705 5050 1000 4046 64; Verwendungszweck: Spende Brand Vereinsheim