Doch die knappe Niederlage gegen den Favoriten aus der Oberliga Nord konnte er genauso wenig verhindern wie die übrigen Routiniers zählenden David Karlsch, Paul Mitscherlich und Holger Laube – trotz einer couragierten Partie der gesamten Mannschaft. Die Gastgeber waren einige Male dicht dran, selbst ein Tor zu erzielen. "Wir haben gut verteidigt und uns auch selbst Chancen erarbeitet, die in jedem der vier Spielabschnitte zum Tor hätten führen können", sagte Ronny Huppert, der zusammen mit René Kanow die Germania trainiert. "Hut ab und großes Lob für die Jungs auf ganzer Linie."
Ex-Schöneicher im LFC-Tor
Volker Gerhard Löbenberg war vom Spiel seiner Ludwigsfelder weniger begeistert. "Ich bin nicht zufrieden, und auch keiner der Spieler dürfte mit seiner Leistung zufrieden sein. Das kann die Mannschaft besser", sagt der LFC-Coach. "Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Anstatt einfach und schnell nach vorn zu spielen, haben wir schwerfällig in die Breite agiert." Sein Team sei nicht hundertprozentig konzentriert gewesen. "Wir hätten unsere Möglichkeiten besser nutzen müssen. Die Schöneicher hatten auch gute Chancen."
Zwei davon vereitelte Torwart Lucas Lindner, der 2015/16 in der Oberliga selbst bei der Germania spielte, mit Glanzparaden. So verhinderte er gegen Pit Kumpies aus Nahdistanz einen Rückstand, und einen fulminanten Schuss von Denis Teterea wehrte er ebenfalls ab (63.). Acht Minuten später spielte Letzterer, Neuzugang vom MTV Altlandsberg, Kumpies im Strafraum an, doch der schoss knapp rechts vorbei. Eine Riesenchance hatte auch Laube in der Verlängerung, dem der Ball nach einem abgeblockten Schuss von Dennis Mende vor die Füße fiel. Aber der 39-Jährige schoss aus fünf Metern übers Tor.
Die Gäste waren in der 24. Minute mit einem Schuss von Felix Matthäs erstmals gefährlich. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Ludwigsfelder, die mehr Spielanteile hatten, den Druck. Doch wurden ihre Schüsse im Strafraum geblockt oder gingen knapp vorbei – so auch der Versuch von Maximilian Gerlach (89.).
So gab es die Verlängerung, in der die Schöneicher weiter mit Mann und Maus verteidigten. Torhüter Chris Küter stand jetzt mehr und mehr im Mittelpunkt – beim Gegentreffer war er machtlos. Zwar konnte der Schuss von Maximilian Ladewig noch geblockt werden, aber Felix Matthäs staubte ab (109.). Dabei blieb es – und somit die Überraschung aus.
"Wir werden dieses Pokalspiel nicht überbewerten, es ist aber eine gute Vorlage für den anstehenden Punktspielstart. Darauf können wir aufbauen und müssen es in die Liga mitnehmen", hofft Ronny Huppert.
Germania Schöneiche: Chris Küter – Christoph Engel (65. Wyllames Gomes Dos Santos), Felix Schäfer, Tim Rakete (110. Lucas Schütze), David Karlsch – Paul Mitscherlich, Holger Laube – Kevin Kühnel, Lars Dingeldey – Denis Teterea – PitKumpies (87. Dennis Mende)
Schiedsrichter: Felix Burghardt (Premnitz) – Zuschauer: 98

Torschützen

Vier Treffer erzielte Christopher-Lennon Skade beim 6:0-Erfolg desFC Strausberg bei Rot-Weiß Luckau und war damit erfolgreichster Schütze dieser ersten Pokalrunde. Je dreimal trafen Martin Dahm, Andy Hebler und Martin Zurawsky beim 17:0-Kanter-sieg des VfB Krieschow bei Kreis-oberligist SV Waßmannsdorf sowie John-Lukas Sauer und Robin Grothe für den 1. FC Frankfurt bei dessen 9:1 beim VfB Hohenleipisch. red