Die Partie hatte temporeich begonnen und bot sehenswerte Angriffszüge auf beiden Seiten, wobei die Gäste mit ihrer Athletik und – auch gedanklichen – Schnelligkeit Vorteile hatten. Torraum-szenen gab es dennoch eher selten. So fiel der einzige Treffer der ersten Halbzeit auch nach einem schnellen Konter der Gäste: Die SVW-Abwehr stand zu offen und konnte den flinken Alexander Michael nicht aufhalten (16.).
Nach dem Wechsel waren die Platzherren zunächst etwas unkonzentriert und hatten Mühe, dem Spiel zu folgen. Das 0:2 fiel allerdings ein wenig kurios: Der Ball von Michael senkte sich hinter Keeper Paul Franzke, der die Kugel zwar noch fangen konnte, diese hatte aber bereits klar die Torlinie passiert (53.).
Das Spiel schien entschieden, glaubte zumindest der Tabellenführer und wollte die drei Punkte ruhig nach Hause tragen. Aber da hatten die Gäste den Kampfgeist der Woltersdorfer unterschätzt. Plötzlich ging ein Ruck durch das Team, mit Tino Sobzig kam frischer Wind von der Bank – und so rollte jetzt ein Angriff nach dem anderen auf das Luckenwalder Tor. Der eingewechselte Angreifer traf selbst zum verdienten Anschluss (66.) und eröffnete damit ein regelrechtes Powerplay. Allein Philipp Lunau hatte mehrere Riesen-Möglichkeiten. In der Nachspielzeit dann aber doch noch die Erlösung durch Schrottges strammen Schuss ins Glück aus dem Strafraum-Gewühl heraus.
Zwei Plätze rauf auf Rang 13
Chris Berg fand nach dem Spiel kaum Worte, strahlte aber übers ganze Gesicht: "Ich bin einfach nur glücklich, dass sich die Jungs für ihren hohen Aufwand am Ende doch noch belohnt haben. Das war mehr als verdient." Nach den zuletzt eher durchwachsenen Leistungen und nur fünf Punkten aus fünf Spielen ging es für die Randberliner immerhin zwei Plätze rauf auf Rang 13.
SV Woltersdorf: Paul Franzke – Fabian Magin (87. Benjamin Meßmann), Thomas Döring, Felix Herrmann – Maximilian Traue, Steven Schrottge – Florian Post (71. Falk Bester), Fabian Kussatz (60. Tino Sobzig), Niklas Dreher – Philipp Karras, Philipp Lunau
Schiedsrichter: Robert Pischyglowa (Bruchmühle) – Zuschauer: 56