Mit rund 35 Gästen war die Lesung gut besucht. "Ich möchte sehen, ob ich noch etwas dazulernen kann", sagte eine ältere Woltersdorferin, die schon Mutter, Schwester und Ehemann verlor. "Es ist wichtig, dass man dann nicht alleine ist zu Hause."
Genau das ist Anliegen der Hospizdienste. Das zeigen die Geschichten. Auch für Kinder, deren Vater oder Mutter im Sterben liegen, nehmen sie sich Zeit. In der Episode "Lukas" legt die Begleiterin mit dem Vierjährigen ein Grab für eine tote Amsel an.
Die Arbeit der Sterbebegleiter ist anspruchsvoll. "Aber mein Leben ist sehr viel wertvoller geworden dadurch", sagt Thea Weis. Cornelia von Hackewitz vom Ambulanten Hospizdienst Fürstenwalde ermutigte die Gäste, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Auch weil in Woltersdorf ein stationäres Hospiz entstehen soll, startet der Verein demnächst einen neuen Hospizkurs.