Die Demonstranten sind dem kurzfristigen Aufruf der "Bürgerinitiative gegen Gigafactory Grünheide" gefolgt. Die fortwährende Bautätigkeit – ohne dass eine finale Genehmigung vorliegt – ärgert die Teilnehmer.
Nadine Rothmaier vom BUND Fürstenwalde verweist auf die im Hintergrund durch große Staubwolken rollenden LKW mit Baustoffen. "Was hier passiert, hat nichts mit Bürgerbeteiligung und Demokratie zu tun", ruft sie ins Mikrofon. Und Mit-Initiator Steffen Schorcht betont einmal mehr, dass der Standort für eine Fabrik solcher Größe vollkommen falsch sei. "Profit geht hier vor Bürgerinteressen", sagt er. Unterstützt wird der Protest diesmal von der Splitterpartei ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei). Deren stellvertretender Landesvorsitzender Norman Heß sieht den Bau allerdings als beschlossene Sache: "Wir müssen sehen, was jetzt noch zu verändern ist."
Deutlich wird die Angst vieler Beteiligter vor einem Absinken des Grundwasserspiegels und Wasserknappheit. Der zuständige Wasserverband Strausberg-Erkner hatte zuletzt gewarnt, dass die aktuellen Kontingente für die Fabrik möglicherweise nicht ausreichen würden. Und auch Straßen- und Wohnungsbau sind ein Thema. "Wir leben in den nächsten 20 Jahren auf einer Baustelle", prophezeit die Sieverslakerin Heidemarie Schroeder.
Möglichst viele Einwendungen sollten die Gegner schreiben, fordert Steffen Schorcht noch. Für September ist dann die nächste Protestaktion auf dem Marktplatz von Grünheide geplant. Nach einer knappen Stunde gehen die Teilnehmer auseinander. Die LKW auf der Tesla-Baustelle rollen hingegen unentwegt weiter.